Unseren neuen Kommentar für den 08.12.16 finden Sie hier.


Griechisches Ja zu Sparplänen

Gestern war ein schlechter Tag für den deutschen Heizölverbraucher. Zum einen hat das griechische Parlament den Sparplänen der Regierung zugestimmt. Zum anderen gibt es bei den US-Bestandsdaten Abgänge zu verzeichnen. Alles zusammen ließ die Heizölpreise wieder steigen.

Die Zustimmung des griechischen Parlaments war bereits vorausgesehen und entsprechend eingepreist. Der Euro konnte sich aber nochmals erholen und nimmt auch heute Morgen weiter Fahrt auf. Das ist kurzfristig und zunächst gut für den deutschen Verbraucher, weil die Öl-Importe in Dollar verrechnet werden. So verbilligen sich diese Importe und damit auch das Heizöl. Langfristig werden jetzt wieder neue Gelder in den Finanzmarkt gedrückt, die auch dort angelegt werden müssen. Dies geschieht unter anderem bei den Rohstoffen und eben auch beim Rohöl. Das verteuert auch das Heizöl wieder. Außerdem führt ein geschwächter Dollar zu Sicherungskäufen beim Rohöl. Anleger, die ihr Geld sichern wollen, wechseln immer wieder vom Dollar zum Rohöl und zurück. So führt ein schwacher Dollar zu Preissteigerungen beim Rohöl. Am Ende kann dabei herauskommen, dass der gestärkte Euro dem deutschen Heizölverbraucher nichts bringt.

Öl ist nicht knapp und das bleibt auch noch eine Weile so, dennoch wird der Abbau der Bestände in den US-Lagern preistreibend (bullisch) gesehen. Die gestrige Veröffentlichung der neuesten Daten führte zu einem weiteren Schub bei den Ölpreisen. Zwar ist die Raffinerieauslastung sehr gering, was den Abbau erklären könnte, aber die Hoffnung darauf, dass der Verbrauch eine Belebung der US-Wirtschaft bedeutet, ist stärker. Gestern brachten die berichtenden Instanzen, DOE (Department of Energy) und API (American Petroleum Institute), Zahlen heraus, die einen Weg zu Knappheit als sehr weitreichende Interpretation zulassen. Die Bestände sanken in der letzten Woche. Die Daten lauten wie folgt:

Rohöl: -4,4 Mio. Barrel (DOE) bzw. -2,7 Mio. Barrel (API)
Heizöl und Diesel: +0,3 Mio. Barrel (DOE) bzw. -0,9 Mio. Barrel (API)
Benzin: -1,4 Mio. Barrel (DOE) bzw. -0,1 Mio. Barrel (API)

In Summe ergibt sich ein Abbau von 5,5 (DOE) bzw. 3,7 (API) Mio. Barrel. Die Raffinerieauslastung ist auf 81 Prozent gefallen.

Auch beim Rohöl geht die Entwicklung von gestern heute Morgen weiter. Die Ölnotierungen steigen. Der kurzfristige Abschwung scheint beendet zu sein. Zumindest wurde eine Gegenreaktion eingeleitet. Die Tonne Gasöl kostet heute Morgen 926 Dollar. Das Barrel Rohöl wird in New York zu 95,38 und in London zu 112,62 Dollar gehandelt. Der US-Dollar kostet 68,91 Eurocent.

Unsere Heizölpreise legten gestern wieder spürbar zu. Die Talfahrt der letzten Tage scheint vorerst beendet zu sein. Heute Morgen wird die Entwicklung von gestern bestätigt. Eine Übertreibung scheint nicht enthalten zu sein. Mit der Beruhigung der Situation in Griechenland werden in den nächsten Tagen verstärkt wieder die US-Konjunkturdaten ins Blickfeld der Börsen gerückt. Diese sind weiterhin eher schlecht. Das könnte einige Spekulanten wieder auf fallende Ölpreise setzen lassen. Für den deutschen Heizölverbraucher bleibt dies wegen der oben aufgezeigten Zusammenhänge nur eine vage Hoffnung. Auch deshalb sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Das beginnt mit dem Vermessen desselben. Hierzu empfehlen wir unseren elektronischen Peilstab und www.esytrol.com.

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