Unseren neuen Kommentar für den 05.12.16 finden Sie hier.


Gruselstunden im Börsenkarussell

An den Ölbörsen wird flirrend heiße Luft gehandelt. Die wird durch wüste Spekulationen über den Bau einer Atombombe im Iran und durch apokalyptische Phantasien über die Ausweitung des Syrienkriegs erhitzt. Die Gefahren lassen sich nicht von der Hand weisen. Sie sind allerdings lange bekannt. Täglich neu ist die kommunikative Hoheit über die Ereignisse. Morgen können die Aussagen komplett gegensätzlich lauten. Ähnlich verhält es sich mit den globalen Konjunkturaussichten, der Krise um die Geld- und Finanzsysteme sowie dem Europroblem. In allen Fällen hängt die Auswirkung auf den Ölpreis von der Stimmung der Botschaftsempfänger ab. Die wird grundsätzlich im Schwarm entwickelt. Deshalb kann aus einer kleinen Anregung eine große Wirkung folgen. Verstärkt wird sie durch zuviel spekulatives Geldvermögen. Aktuell wird der Sache die Krone mit Meldungen aus dem realen Ölmarkt aufgesetzt. Da ist von Fehlmengen aus der Nordseeförderung und in der amerikanischen Produktenproduktion die Rede, die zu Engpässen führen können. Gleichzeitig wird kommuniziert, dass der Ölmarkt über den Tag hinaus ausgezeichnet versorgt ist. Dabei wird auf die fleißig pumpenden Saudis, die in einem Ölhoch operierenden US-Amerikaner und die mit überwältigendem Potenzial auf die Beine kommenden Iraker verwiesen. Letzte könnten ihre Produktion in den kommenden Jahren auf ein Niveau bringen, das Saudi Arabien das Wasser reichen kann. Dessen ungeachtet katapultierte der gestrige Handelstag die Öl- und Dollarnotierungen ordentlich aufwärts.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Krieg in Syrien destabilisiert Nahen Osten
Wartungsarbeiten an Nordseeplattformen
Raffinerieprobleme in den USA
Irans Öllieferungen werden boykottiert
Knappe Reservekapazitäten der Förderländer

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Chinas Wachstum wird langsamer
Globale Konjunkturaussichten schwach
Ölangebot wächst
OPEC produziert über Quote

Unsere Heizölpreise haben den Seitwärtstrend nach oben durchbrochen. Die Bewegung deutete sich in den letzten Tagen bereits an. Eine befriedigende Erklärung hat sie nicht. Gleichwohl ist sie real. Die mit Geld aufgeplusterten Akteure im Spekulationszirkus können noch heftigere Kapriolen an den Tag legen. Deshalb rate ich knapp bevorrateten Verbrauchern weiterhin, umgehend Heizöl zu kaufen. Nur wer über einen Vorrat verfügt, der ihn mindestens ins neue Jahr trägt, könnte es wagen, auf ein Platzen der sich aufbauenden Preisblase zu setzen. Sollte der syrische Krieg zwischenzeitlich außer Landes laufen, hätte er allerdings mit Zitronen gehandelt. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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