Unseren neuen Kommentar für den 03.12.16 finden Sie hier.


Gut dass es China gibt

Chinas Zentralbanker holen Finanzjongleure auf den Teppich zurück. Eine unerwartete Zinserhöhung sorgt im richtigen Moment für einen Schock in der erneut abhebenden Investmentszene. Dieser stoppte gestern den Aufwärtstrend der Ölpreise. Spekulanten wird erstmals seit gut einem Jahr vor Augen geführt, dass der lockere Geldfluss in ihrem Casino kein Dauerzustand sein könnte. Die Auswirkung des moderaten Zinsschritts auf den Ölpreis verdeutlicht die Herrschaftsverhältnisse der Preisbildung. Weder die schwache Nachfrage noch das Überangebot konnten die Preise drücken. Die realen Marktverhältnisse waren in den letzten Wochen vollkommen irrelevant. Preisrelevant ist einzig die Freizügigkeit des Geldflusses innerhalb der Finanzindustrie. Trotz dieser Tatsache bleiben wir dabei, realwirtschaftliche Aspekte in der folgenden Bullsich/Bärisch-Liste zu benennen.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Niedrige Temperaturen in den USA
Spekulanten wollen höheren Ölpreis
Für positiv erklärte Konjunkturdaten weltweit
Atomstreit mit dem Iran
IEA und OPEC sehen Nachfragebelebung in 2010

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Zweifel an der wirtschaftlichen Erholung
Heizölschwemme
Öllager randvoll
Schwache Nachfrage weltweit
Saudi Arabien will keinen höheren Ölpreis

Unsere Heizölpreise geben moderat nach. Damit folgen sie den Börsenvorgaben. Kaum dreht der Ölpreis, hält der Dollar dagegen. Auch dieser Umstand ist ein Indiz für die Dominanz reiner Finanzinteressen an der Ölpreisbildung. Tiefe Temperaturen wären unter normalen Umständen natürlich ein guter Grund für steigende Ölpreise. Die Umstände sind aber nicht normal, weil die Heizöllager ungewöhnlich voll sind. Der Brennstoff ist nach wie vor eine Überflussware. Es kommt wetterbedingt allenfalls zu partiellen Problemen. Überregional ist kein Ende des Überangebots abzusehen. Das wie gesagt heißt aber nicht, dass die Preise nachgeben müssen. Sie sollten es nach unserer Einschätzung lediglich. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir www.esytrol.com.

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