Unseren neuen Kommentar für den 06.12.16 finden Sie hier.


Gut für uns

Tendenziell bewegen sich die Preise seitwärts. Gestern gingen sie zu Tagestiefstständen aus dem Handel. Die Preisbewegung lässt die Möglichkeit eines weiteren Rückgangs erahnen. Grund für die ungewöhnlich klare Abschlussrichtung ist die Ankündigung Chinas, die Preise für Benzin und Diesel um bis zu 18 Prozent und für Kerosin um ca. 25 Prozent anzuheben. Die Maßnahme müsste die Nachfrage dämpfen. Wie viele andere Schwellenländer hält China Öl, Gas und Strom über staatliche Subventionen billig. Das fördert Energieverschwendung und ist ein wesentlicher Motor der weltweiten Preissteigerung. Da die Differenz zwischen Einkaufs- und Verkaufspreisen immer größer wird, drohen die Subventionen die Staatshaushalte zu ruinieren. China zieht endlich die Reißleine. Andere Länder werden zwangläufig folgen. Der Abbau dieser Subventionen ist ein wesentliches Element im Kampf gegen den dauerhaften Aufwärtstrend der Preise. Der Dollar setzt seinen Seitwärtstrend mit geringen Ausschlägen fort. Am Devisenmarkt wartet man auf die in der kommenden Woche anstehende Entscheidung über die US-Leitzinsen.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Banken und Analysten heben Preisprognosen an
Israel droht dem Iran wegen des Atomprogramms
OPEC lehnt Produktionserhöhung ab
Hurrikansaison in den USA
Terrorbedingter Produktionsausfall in Nigeria
Chinas Nachfrage wächst weiter
Produktionskosten steigen rasant
IEA prognostiziert Versorgungsengpässe vor 2012

preisdrückende (bärische) Einflüsse: China setzt Inlandspreise für Ölprodukte herauf
Saudi Arabien bietet mehr Öl an
Aufsichtsbehörden um Dämpfung der Spekulation bemüht
Rückgang der US-Nachfrage erwartet
US-Regierung will Ölkonsum senken
OPEC baut Förderkapazitäten aus
Hohes Reservepotenzial im Irak

Unsere Heizölpreise geben wieder nach. Der Rückgang bekommt neuen Schwung. Die Aussichten auf eine spürbare Reduzierung der Preise sind durch die Nachricht aus China erhöht. All zu große Erwartungen an einen Preisrückgang sollte man allerdings nicht stellen. Und man sollte es nicht riskieren, dass der Heizöltank leer läuft. Das kann nämlich doppelt teuer werden. Zusätzliche Kosten fallen für eine Schnellbestellung und, wenn es dumm läuft, für eine außerplanmäßige Heizungswartung an. Letzte könnte anstehen, wenn Grundsedimente aus dem Tank in den Brenner geraten. Das ist normalerweise nur dann der Fall, wenn er bis zum letzten Tropfen leer gefahren wird. Wer keine Möglichkeit hat, seinen Tankinhalt zu erkennen, sollte unseren elektronischen Peilstab anschaffen. Der zeigt, was drin ist.

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