Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Guten Rutsch

Die Ölnotierungen sind in den letzten zwei Wochen gestiegen. Hauptsächlich werden hierfür die kalten Temperaturen im Nordosten der USA verantwortlich gemacht. Auch die US-Bestandsdaten trugen einen Teil zum Preisanstieg bei. Gestern war dieser Anteil allerdings trotz abermals gesunkener Vorräte gering. Bei mäßigem Handel sprangen die Preise auf und ab. Substanzielles ist dabei nicht herum gekommen. Am Freitag sind die Börsen überall geschlossen. Über das verlängerte Wochenende wird nicht viel passieren. Ebenso kann die letzte Woche nicht als richtungweisend gelten, weil bereits viele Akteure ihre Zeit im Weihnachtsurlaub verbrachten. Das nächste Jahr wirft bereits seinen Schatten voraus. Nach der Finanz- und Wirtschaftskrise steht nun das Scherbenlesen auf der Tagesordnung. Bereits heute wissen wir, dass die Staatsverschuldungen explodieren werden. Die machtlosen Politiker haben sich weiter entmachtet. Die Möglichkeit der Einflussnahme sinkt mit jedem Tag, der ungenutzt vergeht. Dem Dollar ist dies naturgemäß egal. Er wurde im Vergleich zum Yen höher gehandelt. Der Euro konnte sich davon nicht abheben und verlor etwas gegenüber dem Dollar. Dennoch kostet der Euro heute Morgen 1,43 Dollar.

Die Lagerdaten sollen trotz ihres geringen Einflusses nicht verheimlicht werden. Die neuen Datensätze der beiden berichtenden Institutionen DOE (Department of Energy) und API (American Petroleum Institute) lauten wie folgt:
Rohöl: -1,5 Mio. Barrel (DOE) bzw. +1,7 Mio. Barrel (API)
Heizöl und Diesel: -2,1 Mio. Barrel (DOE) bzw. -3,4 Mio. Barrel (API)
Benzin: -0,4 Mio. Barrel (DOE) bzw. -1,4 Mio. Barrel (API)

In Summe ergibt sich ein Abbau von 4,0 (DOE) bzw. 3,1 (API) Mio. Barrel. Die Importe sind deutlich geringer als in der Vorwoche und im Vorjahr. Die Raffinerieauslastung beträgt unverändert 80 Prozent. Im Wesentlichen geht die Abnahme in den Lagern auf die drastische Reduktion der Importe zurück. Als Zeichen einer steigenden Nachfrage kann sie keineswegs gedeutet werden. Insofern ist es nicht erstaunlich, dass der Preisanstieg verhalten blieb.

Unsere Heizölpreise stagnieren auf hohem Niveau. Die Gefahr, dass der Ölpreis über die 80-Dollar-Marke steigt, scheint vorerst gebannt. Das Jahr 2009 wird als eines der für die Verbraucher freundlichsten Jahre in die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland eingehen. Die Teuerungsrate lag insbesondere wegen der günstigen Mineralölprodukte bei 0,4 Prozent. Dass dies an den exorbitanten Preisen des Vorjahres liegt und nicht an wirklich günstigen Mineralölprodukten, wissen wahrscheinlich nur die Heizölkunden. Dies zeigt anschaulich, wie Zahlen und Prognosen in den Medien gefeiert werden, ohne dass sie kritisch hinterfragt werden. Die Zeichen stehen eben gerade nicht gut. Dennoch entscheiden wir alle zusammen, wie das nächste Jahr verlaufen wird. Und so wünscht Ihnen das esyoil-Team ein frohes und gesundes Neues Jahr. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir www.esytrol.com.

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