Unseren neuen Kommentar für den 06.12.16 finden Sie hier.


Guter Rat verpufft

Wo ist der Zauber der Goldmänner (Goldman & Sachs) geblieben? Ihrer Verkaufsempfehlung folgten viele Marktteilnehmer zwar spontan. Sie fanden aber wenig Nachahmer. Deshalb hielt sich der provozierte Preisrückgang in engen Grenzen. Mittlerweile stehen die Zeichen schon wieder auf Preisanstieg. Offensichtlich ist die Gier der meisten Ölspekulanten so groß, dass sie sogar vernünftige Ratschläge in den Wind schlagen. Denn trotz der Skepsis über öffentliche Statements von Investmentbankern, die grundsätzlich der Ausübung von Eigeninteressen verdächtig sind, ist der Tenor der Goldman-Verkaufsempfehlung richtig. Die hohen Ölpreise drohen die Wirtschaft abzuwürgen. Und daran können selbst Finanzjongleure kein Interesse haben. Die Höhe der Ölpreise ist nach wie vor inkohärent zur realen Marktlage. Hinzu kommt, dass sowohl die Gefahren für die Versorgung aufgrund sozialer Unruhen als auch das bisher prognostizierte Nachfragewachstum in diesen Tagen sinken.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Libyen fällt als Lieferant lange aus
Saudi Arabien liefert weniger Öl
US-Konjunktur läuft besser als erwartet
Chinas Ölkonsum wächst
China wird strategische Reserven in 2011 weiter aufstocken
Japan braucht mehr Öl zur Stromproduktion
Sorge vor Ausweitung der Unruhen auf Saudi Arabien
Dollar sinkt

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Reduzierte Wachstumsprognosen
Insgesamt hohe US-Bestände
Markt ausreichend mit Öl versorgt
Dreifache Katastrophe in Japan
Staatsschulden in den alten Industrienationen

Unsere Heizölpreise zeigen wenig Bewegung. Von den Öl- und Devisenbörsen kamen gestern keine brauchbaren Vorgaben, die die Heizölpreise hätten drücken können. Die Aussichten, dass solche Vorgaben kommen, stehen nur noch für den Dollar gut. Die Ölnotierungen haben ihren Abgang anscheinend schon wieder abgeschlossen. Deshalb kann als freundlichste aller Möglichkeiten aus heutiger Sicht allenfalls das Halten des Heizölpreisniveaus angesehen werden. Die Gefahr weiterer Teuerung ist virulent. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Das beginnt mit dem Vermessen desselben. Hierzu empfehlen wir unseren elektronischen Peilstab..

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