Unseren neuen Kommentar für den 03.12.16 finden Sie hier.


Höhere Preise

Nachdem der starke Preisanstieg auf Grund der OPEC-Kürzungsaussage am Freitag mit Kursrückgängen verdaut wurde, steigt der Preis heute Morgen wieder an. das Inland leidet weiter an reduzierter Verfügbarkeit beim Heizöl wegen der historischen Tiefststände der Rheinpegel.

Spekulanten scheint es mal wieder auf der falschen Seite zu treffen. Sie setzten auf fallende Preise und haben nun Probleme, ihre Leeverkaufspositionen bis zum Monatsende loszuwerden. Wenn Sie es nicht schaffen, müssen sie Öl liefern. Das können sie nicht. Daher werden sie ihre Positionen durch Zukäufe glattstellen. Das treibt die Preise hoch.

Fundamental bekommen die steigenden Preise Unterstützung aus Japan. Dort brennt nach einem Erdbeben ein 26 Mio. Liter Öltank einer 0,14 Mio. Barrel Raffinerie. Die musste vorübergehend stillgelegt werden.

Charttechnisch befinden sich die Preise auf unklarem Terrain. Nach dem Freitagshandel ergab sich ein Bild, das die Rückkehr zum Abwärtstrend als wahrscheinlich erscheinen ließ. Sollten sich die Preise heute aber weiter aufwärts bewegen, ändert sich die Interpretation.

Für die Abwärtsbewegung gibt es plausible fundamentale Gründe. Die wichtigsten Nicht-OPEC-Länder Russland, Norwegen und Mexiko lehnen eine Kürzung ihrer Liefermengen bisher ab. Zusammen mit den leicht steigenden Lieferungen aus dem Irak könnten diese Länder die Kürzung der OPEC kompensieren.

Auf der anderen Seite steht eine entschlossene OPEC. Die redet derzeit nicht mehr vom Preisband zwischen 22$ und 28$ sondern von der Preismarke 25$, die nicht unterschritten werden soll. Das Kartell werde um diesen Preis kämpfen und dabei nicht auf die eigenen Marktanteile schauen. Im Dezember werde man notfalls weiter kürzen. Das klingt geradlinig. Bleibt abzuwarten, wie es auf die Händler wirkt.

Heute Morgen reagieren sie mit anziehenden Preisen beim Gasöl. Ob dabei das Decken der Leepositionen oder die OPEC-Drohung im Vordergrund steht, lässt sich nicht ausmachen. Die Tonne kostet zum Wochenbeginn 231,00$.

Unsere Heizölpreise ziehen an. Dabei werden sie kurzfristig vom Welthandel getrieben und im Westen und Süden seit geraumer Zeit vom historischen Niedrigwasser des Rheins. Die momentanen Gründe für steigende Heizölpreise werden sich bald auflösen. Ob es bis dahin einen in die eine oder andere Richtung stabilen Trend gibt, lässt sich heute Morgen noch nicht ausmachen. Der Furcht vor unliebsam weglaufenden Preisen sollte durch den Kauf einer Halbjahresmenge begegnet werden.

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit!

Uns ist Ihre Meinung wichtig. Schreiben Sie mir direkt unter
E-Mail: KlausBergmann@esyoil.com

Presse-Kontakt

Weitere Informationen