Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Hört auf die Großmutter

Wenn es am schönsten ist, soll man aufhören. Heute Morgen sieht es so aus, als hielte sich die Finanzszene an die Weisheit der Alten. Die Märkte lieferten lange nicht mehr so viele bullische Argumente wie in diesen Tagen. Auf die setzten Finanzjongleure seit Wochen. Sie wetteten mit Erfolg. Das heißt nicht, dass es keine Gegenindikatoren zu den bullischen Argumenten gibt. Das heißt lediglich, dass es wieder nachvollziehbare Gründe für steigende Ölpreise gibt. Chinas stark wachsende Nachfrage ist ein Grund. Sie ist auf Rekordniveau. Die OPEC muss mehr Öl schicken. Das kann ebenfalls als bullisches Argument verstanden werden. Freundlichere US-Wirtschaftsdaten und der starke Rückgang in den Tanklagern ist ein weiteres. Schließlich sind da noch diverse Prognosen über eine steigende Ölnachfrage. Auf der anderen Seite geht niemand ernsthaft von Ölknappheit während eines überschaubaren Zeithorizonts aus. So ist es der OPEC beispielsweise problemlos möglich, mehr Öl zu schicken. Zwangsläufig ist die Argumentation für steigende Ölpreise also keineswegs. Kasse zu machen, ist eine gute Option. Und dann ist da noch der steigende Dollar. Er ist der Gegenspieler zum Ölpreisanstieg. Man zockt mal wieder gegen das europäische Finanzsystem, weil Griechenland, Irland und Portugal ernste Finanzierungsprobleme haben.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Chinas Binnenwirtschaft entwickelt sich stark
US-Bestände fallen stark
EIA und OPEC heben Nachfrageprognose leicht an
FED gibt der US-Wirtschaft noch mehr billigstes Geld
Gedrosselte Produktenproduktion in den USA

preisdrückende (bärische) Einflüsse: OPEC erhöht Öllieferungen
Fester Dollar
FED sieht US-Wirtschaftsentwicklung skeptisch
Hohe Lagerbestände
Ölnachfrage der OECD-Länder schwach

Unsere Heizölpreise steigen immer weiter. Der Auftrieb kommt nun nur noch aus dem Dollar. Die Ölnotierungen scheinen den Rückzug anzutreten. Damit eröffnet sich die Möglichkeit, trotz des steigenden Dollars zu leicht fallenden Heizölpreisen zu kommen. Das würde den Seitwärtstrend retten. Der ist bereits fast verloren. Nachvollziehbar wäre das Ende nicht. Aber an der Börse muss nicht alles nachvollziehbar sein. Rationalität ist nicht ihre Sache im Tagesgeschehen. Wir tippen mal ganz optimistisch, dass es mit den Heizölpreisen wieder ein wenig abwärts gehen wird. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir www.esytrol.com.

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