Unseren neuen Kommentar für den 07.12.16 finden Sie hier.


Haltlose Entwicklung

Nun ist die 50-Dollar-Marke des Rohöls auch geknackt. Statt zu bremsen, beschleunigte der Abwärtstrend zuletzt. Das deutet auf steigende Aktivitäten von Short-Spekulanten (auf fallende Kurse) hin. Jüngste Zahlen der US-Handelskommission belegen dies. Die wegen ihrer Marktbeeinflussung berüchtigte ehemalige Investmentbank und heutige so genannte Geschäftsbank Goldman & Sachs drehte ihre PR-Kampagne zur Preisbeeinfluss komplett auf streng bärisch. Sie protegiert einen Rohölpreis um 30 Dollar pro Barrel. Anmerkung am Rande, im Frühsommer versuchten die selben Leute den Preis auf 200 Dollar zu reden. Möglich wurde der Preisverfall durch die Rezession in den USA. Gemäß der Arbeitslosenstatistik hat die mittlerweile Ausmaße wie Anfang der 1980er Jahre angenommen. Die damalige Ursache für den Wirtschaftsabschwung waren überhöhte Ölpreise. Heute liegt die Ursache tiefer im Finanz- und Wirtschaftskomplex. Deshalb darf man mit einem härteren Abschwung rechnen. Aktuell gibt es kein Rezept gegen den Ölpreisverfall. Die Öl exportierenden Länder können ihren davonfliegenden Gewinnen nur tatenlos zusehen. Der Dollar dümpelt im kurzfristigen Seitwärtstrend dahin. Er stellt zur Zeit keine ernste Gegenposition zum Ölpreis dar.

preistreibende (bullische) Einflüsse: OPEC diskutiert weitere Kürzungen
China legt Konjunkturprogramm auf
Schäden durch Ike werden Ölversorgung lange beeinflussen
Nigeria bekommt Lieferprobleme nicht in den Griff
IEA prognostiziert Versorgungsengpässe ab 2013

preisdrückende (bärische) Einflüsse: OPEC ist zur Handlungsunfähigkeit verdammt
OPEC-Kürzung war ungenügend
Sinkende Konjunktur und Rezessionsängste
EIA, IEA und OPEC senken Nachfrageprognosen
Chinas Nachfrage wächst deutlich langsamer
Charttechnik: Ölpreis im Abwärtstrend

Unsere Heizölpreise fallen immer weiter. Sie haben das Niveau der Heizölpreise in den Jahren 2005 bis 2007 erreicht. Man darf auf noch tiefere Preise spekulieren. Die Raffinerien haben einen Teil ihrer hohen Gewinnmargen, die sie im deutschen Markt generieren, abgegeben. Angesichts der nach wie vor starken Nachfrage verdient der Handel nun vielerorts sehr gutes Geld am Heizöl. Wenn die Kauflust der Verbraucher nachlässt, wird das in Raffinerien und Handel steckende Potenzial für weiteren Preisnachlass freigesetzt. Für die Verfolgung der Preisentwicklung ohne Besuch unserer Internetseite empfehlen wir unseren Preisalarm.

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