Unseren neuen Kommentar für den 04.12.16 finden Sie hier.


Hang zur Übertreibung

Dass das Barrel Rohöl demnächst 90 Dollar kosten könnte, ist keine Utopie mehr. Dass der Weg zu diesem Preis aber mit einer Rasanz genommen wird, die vermuten ließe, dass es morgen kein Öl mehr gäbe, ist absurd. Hier sind Glücksritter tätig, die aus zweit- und drittrangigen Ereignissen für die Ölversorgung einen Börsenhype kreieren, der leider bis zum Endverbraucher wirkt. Eine eventuelle Militäraktion der Türkei im Irak gegen die PKK rechtfertigt die Preisexplosion keinesfalls. Das charttechnische Bild lässt erahnen, dass momentan eine Blase entsteht, die in Kürze platzen wird. Der Dollarkurs verhält sich zu den Ereignissen vollkommen gelassen.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Türkei droht mit Militäraktion gegen PKK in Irak
Skepsis zur Heizölversorgung bei extremen Temperaturen
US-Heizölbestände überzeugen nicht
US-Nachfrage steigt im vierten Quartal
Raffinerieprobleme in den USA
Chinas Nachfrage steigt weiter kräftig
OPEC erhöhte Quoten ungenügend
IEA prognostiziert Versorgungsengpässe ab 2012

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Hurrikangefahr aus der Diskussion
US-Konjunktur zeigt Schwäche
OPEC sieht Märkte ausreichend versorgt
US-Rohöllager gut gefüllt
US-Benzinmarkt entspannt
Ölplattform in Nigeria geht wieder in Betrieb

Unsere Heizölpreise folgen dem Weltmarkt. Die Preise blasen sich rasant auf. Die aktuelle Bewegung dürfte nicht sehr nachhaltig sein. Sie kann dennoch zu Schwindel erregenden Preishöhen führen. Diese dürften schließlich wieder einfallen. Aber das Wann ist vollkommen offen. Einigermaßen sicher ist nur, dass es im Winter geschehen wird. Der Zeitpunkt der Marktturbulenzen ist für Verbraucher sehr unangenehm, da er in einen Moment wachsenden Bedarfs fällt.

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