Unseren neuen Kommentar für den 06.12.16 finden Sie hier.


Heizöl: Ansteigende Preisentwicklung gefestigt

Internationaler Markt

Positive Konjunkturdaten ließen gestern die Ölnotierungen und den Dollar steigen. Für deutsche Heizölkunden ist das die schlechteste Kombination. Sie bedeutet nämlich, dass der Rohstoff teurer wird und dessen Import ebenfalls. Zu den Konjunkturdaten gehört der US-Arbeitsmarktbericht, der besser ausfiel als erwartet. Zwar tritt der US-Arbeitsmarkt auf der Stelle, aber dies wird von den Wachstumsgläubigen schon als positiv bewertet. Durch das Wirrwarr der Konjunkturdaten tritt immer deutlicher hervor, wie beliebig diese bewertet werden können. Sie gehören zum überkommenen Modell eines expansiven Wirtschaftens, das reflexartig zum Jubeln auffordert, wenn Preise steigen und mehr von allem umgesetzt wird. Es erinnert an Aldous Huxleys „a brave new world“ (1931), in der jedes Spielgerät immer mindestens ein Teil mehr beinhalten muss, als der Vorgänger. Die Aussagen Ben Bernankes, dem Chef der US-Notenbank, werfen in diesem Sinne ihre Schatten. Er machte deutlich, dass sinnlose Investments, die für Beschäftigung sorgen sollen, ebenso die Geldschwemme beeinflussen, wie sinnvolle Investments. Unter diesem Regime dürfen wir weiter steigende Preise erwarten.

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise steigen weiter. Sie werden von den internationalen Impulsen der Geldpolitik getrieben. Die Versorgungslage ist ruhig. Ebenso ruhig ist die derzeitige Nachfrage. Die Urlaubszeit, das gute Wetter und die steigenden Heizölpreise machen die Entscheidung für ein Zurückhalten des Heizölkaufs leicht. Leider können wegen der nun uferlos erscheinenden lockeren amerikanischen Geldpolitik keine kurzfristigen Preisnachlässe erwartet werden. Die Normalität, die nach der mit Spannung erwarteten Rede des US-Notenbankchefs eingekehrt ist, lässt aber auch nichts Schlimmeres befürchten. Wir gehen zurzeit von einem fortgesetzten moderaten Preisauftrieb aus, der sich bald wieder auflösen könnte, sobald sich die nächsten Krisen am Horizont abzeichnen. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es an der Zeit ist, neben der Reduzierung des Verbrauchs auch an eine Kompensation des CO2-Ausstoßes zu denken. Deswegen bieten wir die Möglichkeit an, Heizöl bundesweit CO2-neutral zu kaufen. Bitte informieren Sie sich auf unseren Seiten über das unterstützte Projekt.

Der Markt in Stichworten

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Es gibt kein Ende der lockeren Geldpolitik
US-Bestandsdaten
Ägypten ist ein Problemfall
Rohölbedarf soll deutlich steigen
Einige kleine Infrastrukturstörungen

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Durchwachsene US-Konjunkturdaten
Chinas Wirtschaft scheint in die Knie zu gehen
Produktenangebot soll deutlich steigen
Alte Industrienationen brauchen immer weniger Öl

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit!

Uns ist Ihre Meinung wichtig. Schreiben Sie mir direkt unter
E-Mail: HeikoHarlapp@esyoil.com

Presse-Kontakt

Weitere Informationen