Unseren neuen Kommentar für den 10.12.16 finden Sie hier.


Heizöl: Bullen brauchen was auf die Hörner

Internationaler Markt

Das US-Energieministerium (EIA) behält seine bärische Prognose zum Ölmarkt für dieses und das kommende Jahr bei. Der globalen Nachfrage wird ein bescheidenes Wachstum zugetraut. Die US-Nachfrage werde konstant bleiben. Der US-Benzinverbrauch soll ein 12-Jahrestief erreichen. Die globalen Förderkapazitäten werden wachsen. Die USA werden in 2013 erneut deutlich mehr Öl produzieren als im Vorjahr. Chinesischen Außenhandelsdaten ist zu entnehmen, dass die Ölimporte von Januar bis April im Vergleich zum Vorjahr um 0,9 Prozent sanken. Die spekulative Idee einer angespannten Versorgungslage auf dem Ölmarkt vermochten die Meldungen nicht zu zerbröseln. Finanzjongleure hielten sich an kleinen Störungen der Ölinfrastruktur und an ein paar netten Konjunkturwerten, unter anderem aus China, fest. Wenn die IEA (Internationale Energie Agentur) in ihrem Monatsbericht demnächst ähnliche Aussagen zum Ölmarkt präsentieren wird, was wahrscheinlich ist, dürfte die Finanzszene das bullische Treiben allerdings doch für kurze Zeit einstellen.

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise geben nach. Gestern war nicht das Börsengeschehen, sondern der Binnenmarkt Motor der Preisbildung. Mittlerweile ist die Nachfrage wieder auf, teilweise sogar unter Normalniveau zurückgekehrt. Die Handelsmargen wechselten von üppig auf dürftig. Ich bin nach wie vor zuversichtlich, dass das jüngste Preistief demnächst erneut angepeilt wird. Man bezahlt für Heizöl weiterhin deutlich weniger Geld als vor einem Jahr. Insofern ist es immer ein freundlicher Kauf. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es schlau ist, sich um die Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu kümmern. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren e-Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

Der Markt in Stichworten

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: EZB macht Geld locker
FED sieht Gelddrucken nach wie vor positiv
Einige kleine Infrastrukturstörungen
China wächst weiterhin
Spannungen in Nordafrika, Nahost und Nordkorea

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: US- und Nordseeförderungen steigen
Saudi Arabien will Förderkapazitäten ausbauen
Sehr viel Öl am Markt
EIA-Monatsbericht prognostiziert schwache Nachfrage
Alte Industrienationen brauchen immer weniger Öl

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