Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Heizöl: Euro-Krise und Dollar-Stärke

Internationaler Markt

Die letzte Woche lief für den deutschen Heizölverbraucher schlecht. Mit stabilen US-Arbeitsmarktdaten rückt die Zeit einer Straffung der US-Geldpolitik näher. Der FED-Chef Ben Bernanke hatte seine „Exit-Strategie“ von der Belebung des amerikanischen Arbeitsmarktes abhängig gemacht. Zudem gelten September oder Oktober für die Drosselung der lockeren Geldpolitik als ausgemacht. Am kommenden Mittwoch wird er sich wieder erklären müssen und es wird nun die Bestätigung für seine früher gemachten Aussagen erwartet. Natürlich sind diese Wendungen in den Kursen eingepreist, dennoch wird eine weitere Stärkung des Dollar erwartet. Der US-Arbeitsmarktbericht reicht in seiner Wirkung bis in den Rohstoffhandel hinein. Hier heizt die Vorstellung von einer wiederbelebten US-Konjunktur die Kursfantasien an. Gegenteilig läuft es momentan für den Euro. Die Regierungskrise in Portugal, die nur im letzten Moment abgewendet werden konnte und die erneute Diskussion um einen Schuldenschnitt in Griechenland belasten seinen Außenwert. Zwar wird die Troika einen alles in allem guten Bericht abliefern, aber die Verhandlungen über die Reformziele Griechenlands nagen an der Glaubwürdigkeit. So steht zu befürchten, dass die internationalen Einflussfaktoren auf den Heizölpreis diese Woche weiter preistreibend wirken. Die Konflikte in Syrien und Ägypten steuern ihren Anteil zu steigenden Ölpreisen bei.

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise steigen. Dabei werden sie von den oben beschriebenen Umständen an den Öl- und Devisenmärkten befeuert. Der Binnenmarkt bietet dagegen kaum Raum für Einsparungen. Der informierte Heizölkunde hält sich mit dem Kauf zurück. In der kurzfristigen Betrachtung der Heizölpreise beschleunigt sich sogar der Aufwärtstrend. Auch die mittel- und langfristigen Abwärtstrends werden durchbrochen. Sollte die US-Notenbank mit der Beendigung der lockeren Geldpolitik ernst machen, müsste die EZB zügig nachziehen, was wegen der maroden Staatsfinanzen in der Euro-Zone schwierig werden dürfte. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es schlau ist, sich um die Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu kümmern. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren e-Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

Der Markt in Stichworten

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: EZB gibt unbegrenzt Geld für den Euro aus
New Yorker Notenbankchef dementiert Ende der lockeren Geldpolitik
US-Bestandsdaten
Gute US-Arbeitsmarktdaten
Rohölbedarf soll deutlich steigen
Einige kleine Infrastrukturstörungen

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Chinas Wirtschaft scheint in die Knie zu gehen
Produktenangebot soll deutlich steigen
Alte Industrienationen brauchen immer weniger Öl
OPEC, EIA und IEA Monatsberichte

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