Unseren neuen Kommentar für den 06.12.16 finden Sie hier.


Heizöl: Fluchtanlage für Finanzjongleure

Internationaler Markt

Die Aktienbörsen pumpen schwer. Der Dollar ist weich wie ein Elbdeich. Die Prognosen für die Weltwirtschaft werden kontinuierlich gesenkt. Sogar China fällt immer weiter unter die Acht-Prozent-Marke. Das Land braucht ein Mindestwachstum zwischen sieben und acht Prozent, um die Bevölkerung ruhig zu halten. Mangel an Öl, wie vor Kurzem noch angenommen wurde, ist nicht der Grund für die enttäuschten Wachstumsträume. Im Gegenteil, Finanzjongleure und Ölproduzenten hoffen inständig, dass irgendetwas passiert, damit das üppig vorhandene Öl Kunden findet. Gestern war für sie wieder so ein magischer Tag des hoffungslosen Optimismus. Sie schafften es, ihre Verzweiflung, die in einem fulminanten Absturz des japanischen Aktienmarkts Ausdruck fand, anhand erratischer US-Wirtschaftsdaten zu besiegen. In die Daten, sie tragen mehr Delphisches Orakel als belastbare Lagebeschreibung in sich, interpretierte die Szene Aufschwung. Dieses Wort trieb sie in einer Massenbewegung mit Seltenheitswert in den Ölmarkt. Dort scheuchten sie die Kurse in die Höhe. Die Heizölkontrakte erwischte es am heftigsten. Einziger Trost, den Seitwärtstrend knackten sie nicht.

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise legten gestern gegen jede Marktlogik deutlich zu. Sie wurden von den Ölbörsen getrieben und gescheucht. Der schwache Dollar brachte keine Entlastung. Der Binnenmarkt ist weiterhin stressfrei und frei von unangenehmen Preiseinflüssen. Alles dreht sich um das Finanzroulette. So bleiben sowohl der kurzfristige Seitwärtstrend als auch der mittelfristige Abwärtstrend erhalten. Der gestrige Auftrieb führte die Heizölpreise nahe an die Vorjahrespreise heran, von unten versteht sich. Wer Heizöl braucht, sollte kaufen, um einer schlimmeren Auswirkung der Börsenexzesse zu entgehen. Bis sich diese in einer Panikattacke auflöst, können noch einige Wochen verstreichen. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es schlau ist, sich um die Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu kümmern. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren e-Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

Der Markt in Stichworten

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Rohölbedarf soll deutlich steigen
Nigerias Öllieferungen auf Vier-Jahres-Tief
Einige kleine Infrastrukturstörungen
Spannungen in Nordafrika, Nahost und Nordkorea
Finanzszene hofft auf noch mehr Notenbankgeld

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Produktenangebot soll deutlich steigen
Alte Industrienationen brauchen immer weniger Öl
Sehr viel Öl am Markt
OPEC, EIA und IEA Monatsberichte
OECD und IWF senken Wachstumsprognosen
Fortsetzung der lockeren Geldpolitik ungewiss

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