Unseren neuen Kommentar für den 06.12.16 finden Sie hier.


Heizöl: Hollande steht isoliert da

Internationaler Markt

Nachdem die Briten einem Angriff auf Syrien ohne UN-Mandat eine Abfuhr erteilt haben und Obama den US-Kongress befragen will, bleibt der französische Präsident Hollande als alleiniger Herrscher über Krieg und Frieden der Franzosen allein zurück. Er hatte noch am Freitag für einen schnellen Angriff geworben. Nachdem seine Verbündeten einen Schritt zurück gemacht haben, ist er außen- und auch innenpolitisch isoliert. China und Russland melden weiterhin, dass die von den USA vorgelegten Unterlagen nicht ausreichend seien. Heute wurde bekannt, dass auch der BND in der Abhöraktion verwickelt ist. Die Bundesregierung hat sich dazu noch nicht geäußert. Die Börsen blieben ruhig und da in den USA der Labor Day begangen wurde, fehlten die Impulse für eine richtungsweisende Entwicklung der Ölpreise. Nach guten Konjunkturdaten aus Europa und China zogen sie mit den Aktienmärkten leicht an. Aktuelle Preissteigerungen gingen von neuen Zahlen über die Förderung der OPEC aus, die auf dem niedrigsten Stand seit 2011 ist. Der Schwund werde hauptsächlich durch eine geringe Förderung in Libyen verursacht. In dem Land wird die Förderung durch Demonstrationen behindert. Der Eurokurs gab trotz anfänglicher Gewinne gegenüber dem Dollar nach. Diese Schwankungen blieben aber innerhalb finanztechnischer Grenzen und sind nicht durch grundlegende Informationen gestützt.

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise bewegten sich kaum. Die Aufschläge durch einen möglichen Militärschlag gegen Syrien scheinen sich zu halten. Einen Abbau dieser Aufschläge wird es wohl erst mit der Entscheidung des US-Kongresses geben. Der in den Medien zelebrierte Streit einiger Volkswirte über den Kurs der EZB bezüglich des Ankaufs von Staatsanleihen, hat keine Auswirkungen auf die Psychologie der Börsen. Damit bleibt die Debatte ebenfalls für deutsche Heizölkäufer folgenlos. Der kurzfristige Trend steht auf steigende Preise. Allerdings kommt der Heizölpreis von der Spitze der Bewegung zurück. Im mittelfristigen Trend bewegt sich der Heizölpreis weiter am oberen Limit. Die kurzfristige Kehrtwende vollzieht sich bereits. Es bleibt festzustellen, dass die Preise besser als vor zwölf Monaten sind. Man fährt also beim momentanen Kauf von Heizöl einen Sparvorteil gegenüber dem Vorjahr ein. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es schlau ist, sich um die Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu kümmern. Wer nicht in den zukünftigen Minderverbrauch investieren mag, könnte mit dem Kauf von Zertifikaten den CO2-Ausstoß des verfeuerten Heizöls kompensieren. Infos dazu gibt es hier.

Der Markt in Stichworten

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Sorge vor Totalausfall Libyens als Öllieferant
Kritische Stimmen zur globalen Angebotssituation
Politische Spannungen im Nahen Osten und Nordafrika
Fortsetzung der lockeren Geldpolitik
Einige kleinere Infrastrukturstörungen

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Britisches Parlament lehnt Militäreinsatz gegen Syrien ab
Globale Rohölnachfrage soll zum Herbst sinken
Diverse Länder melden steigende Ölproduktion
Eventuell werden strategische Reserven freigegeben

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