Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Heizöl: Italiens Pleite rückt näher

Internationaler Markt

Die Ölnotierungen gingen letzte Woche wieder stabiler aus dem Handel. Getragen wurden sie von Konjunkturdaten, die je nach Lesart von nichtssagend bis ermutigend reichen. Dafür lassen die US-Notenbank und die EZB am derzeitigen Kurs keinen Zweifel, was eben dazu führt, dass selbst Meldungen über Belanglosigkeiten stabilisierend wirken. Zusätzlich mehren sich die Stimmen, dass insbesondere Italien mit der Schuldenkrise wieder ins Rampenlicht der Finanzbranche drängt. Die wirtschaftlichen Aussichten sind nach wie vor schlecht und die Zinsen italienischer Staatsanleihen steigen bereits wieder. So warnte der Top-Ökonom der Bank Mediobanca, Guglielmi, vor einem finanziellen Engpass Italiens in den nächsten sechs Monaten. Der Kursverlust, den der Euro durch eine Thematisierung der Schuldenkrise in einem der wichtigsten Länder der Eurozone erleiden würde, würden günstigere Ölnotierungen jedenfalls nicht ausgleichen. Danach sieht es wegen der erwähnten lockeren Geldpolitik einfach nicht aus. Sollten sich die Sorgen über Italiens Staatsfinanzen verdichten, hieße das in den nächsten Monaten, dass wir einen weiteren Impuls für steigende Heizölpreise zu erwarten haben.

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise verhalten sich ruhig. Der Ölpreis hält sich stabil, während der Euro an den Devisenmärkten wackelt. Kurzfristig bewegen sich die Heizölpreise in einem Seitwärtstrend mit zum Teil erheblichen Schwankungen. Über das Jahr gesehen laufen sie auf den oberen Rand des Abwärtstrends zu. Im Vergleich zum Vorjahr stehen sie ungefähr gleich mit dem Vorjahr. Der Jahresvergleich wird sich aber aller Voraussicht nach zu Gunsten des aktuellen Jahres entwickeln, weil die Heizölpreise im dritten Quartal des letzten Jahres anzogen. Heizöl ist in diesem Jahr weiterhin die Preisbremse im Energiemarkt. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es schlau ist, sich um die Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu kümmern. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren e-Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

Der Markt in Stichworten

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: New Yorker Notenbankchef dementiert Ende der lockeren Geldpolitik
Gute US-Konjunkturdaten
EIA relativiert schlechte Nachfragezahlen
Einige kleine Infrastrukturstörungen
Rohölbedarf soll deutlich steigen
Spannungen um Syrienkonflikt

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Chinas Wirtschaft scheint in die Knie zu gehen
Produktenangebot soll deutlich steigen
Alte Industrienationen brauchen immer weniger Öl
OPEC, EIA und IEA Monatsberichte

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