Unseren neuen Kommentar für den 07.12.16 finden Sie hier.


Heizöl: Kaum Bewegung – Abwarten

Internationaler Markt

Gestern spiegelten sich die Ölnotierungen und der Dollar-Euro-Kurs. Nach einer Ab- bzw. Aufwärtsbewegung annullierten sich die Bewegungen im Laufe des Handelstages allerdings wieder. Nach so wenig Bewegung sieht die internationale Lage gar nicht aus. Die Eurokrise ist zurück und zeigt sich, wie erwartet, stärker und härter als je zuvor. Griechenland wird seinen Forderungen nur schwer bis gar nicht nachkommen können. Der Bankensektor liegt erneut danieder. In Spanien steht eine Regierungskrise an. Portugal kommt nicht auf die Beine und Italien ist technisch bereits heute bankrott. Auf der anderen Seite des Atlantiks wird weiter Geld gedruckt, um die auf Pump aufgebaute Wirtschaft weiter zu befeuern. Das wird noch kein Ende finden. Der Euroraum steht dagegen eher kopf- und machtlos da. Die Troika wird der Lage kaum noch Herr. Jetzt fallen auch die sowieso nur symbolischen Versuche der Bundesregierung die G20-Länder zu einem Sparkurs zu bewegen, der aktuellen Geldsucht zum Opfer. Schulden mit noch mehr Schulden zu bekämpfen war von Anfang an eine illusorische Mission. Aber die heuchlerische Losung von mehr Wachstum bei gleichzeitigem Sparen ist angesichts der Lage unerträglich geworden. Auf der Ölseite sieht es nicht weniger dramatisch aus, ist aber weniger einseitig geprägt. Zum einen gibt es die preistreibenden Faktoren, wie den immer noch bestehenden Iran-Konflikt, die Unruhen in Ägypten und zum anderen schwächelt die chinesische Wirtschaft erheblich und die Ölreserven der USA verharren auf historisch hohem Niveau. Alles in allem sind dies schlechte Aussichten für den deutschen Heizölverbraucher.

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise bewegen sich kaum. Sie sind einzig von den internationalen Faktoren getrieben. Das Inland hat praktisch keine Bedeutung. Mögliche Preisnachlässe sind bereits gewährt. Die Nachfrage ist hierzulande aufgrund der angelaufenen Urlaubssaison gering. Der kurzfristige Aufwärtstrend ist intakt und bleibt bestehen. Als einziger Trost bleibt, dass das Heizöl zurzeit knapp 3,50 Euro pro 100 Liter günstiger ist als im Vorjahr. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es an der Zeit ist, neben der Reduzierung des Verbrauchs auch an eine Kompensation des CO2-Ausstoßes zu denken. Deswegen bieten wir die Möglichkeit an, Heizöl bundesweit CO2-neutral zu kaufen. Bitte informieren Sie sich auf unseren Seiten über das unterstützte Projekt.

Der Markt in Stichworten

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Es gibt kein Ende der lockeren Geldpolitik
US-Bestandsdaten
Ägypten ist ein Problemfall
Rohölbedarf soll deutlich steigen
Einige kleine Infrastrukturstörungen

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Fallender Dollar
Schlechte US-Konjunkturdaten
Chinas Wirtschaft scheint in die Knie zu gehen
Produktenangebot soll deutlich steigen
Alte Industrienationen brauchen immer weniger Öl

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