Unseren neuen Kommentar für den 06.12.16 finden Sie hier.


Heizöl: Konjunkturdaten für jeden Geschmack

Internationaler Markt

Diesmal war es der ISM-Einkaufsmanagerindex, der gestern für Aufwind beim Dollar sorgte und den Euro nach unten drückte. Während die Sorgen über eine Inflation durch das immer neue Geld der Zentralbanken zum Teil nur einseitig diskutiert wird, werden Wirtschaftsindikatoren mit Sicherheit immer inflationärer gehandelt. Auf der einen Seite wird von der Finanzbranche beschwichtigend vorgetragen, dass das Zentralbankgeld überhaupt nicht in den Umlauf gerät, so dass der inflationäre Druck auch weiterhin ausbleiben wird. Die Finanzspritzen können und müssen daher weiter verabreicht werden. Auf der anderen Seite lässt diese Betrachtung außer Acht, was deutsche Heizölverbraucher täglich miterleben müssen. Banken spekulieren auf steigende Rohstoffpreise. Diese wirken sich sehr wohl auf den Alltag negativ aus. Des Weiteren wird an den Devisenmärkten stärker als in der Vergangenheit spekuliert, was die Ausschläge der Preisveränderungen verstärkt. Gestern war mal wieder so ein Tag, an dem die Preise durch pure Spekulation bewegt wurden. Der Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor in den USA zog stärker an, als erwartet wurde. Daraus wurde eine Stärkung des Dollar abgeleitet, dem deutschen Verbraucher zum Nachteil. Zum Glück steht die aktuell üppige Versorgungslage weiteren Preissteigerungen entgegen. So konnte sich der steigende Dollar nicht auf die Heizölpreise durchschlagen.

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise geben im Bundesdurchschnitt nach. Im Inland ist die Nachfrage gering, was weiteren Druck auf die Inlandsmargen auslöst. Die sommerlichen Temperaturen und die Urlaubszeit tragen ihren Anteil dazu bei. Ein weiterer Abschlag aus dem Inland heraus ist kaum zu erwarten. Zurzeit ist der Heizölpreis in der Mitte des kurzfristigen Aufwärtstrends und am oberen Rand des mittelfristigen Abwärtstrends. Für den Jahresverlauf sehen wir die Preisentwicklung auf Grund der guten Versorgung eher positiv. Außerdem ist Heizöl immer noch gut drei Euro billiger ist als vor einem Jahr. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es schlau ist, sich um die Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu kümmern. Wer nicht in den zukünftigen Minderverbrauch investieren mag, könnte mit dem Kauf von Zertifikaten den CO2-Ausstoß des verfeuerten Heizöls kompensieren. Infos dazu gibt es hier.

Der Markt in Stichworten

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Fortsetzung der lockeren Geldpolitik
Serie freundlicher Konjunkturdaten
Spannungsbedingte (sozial, politisch) Ausfälle in wichtigen Ölstaaten
Einige kleinere Infrastrukturstörungen
Rohölbedarf soll deutlich steigen

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Chinas Wirtschaft scheint in die Knie zu gehen
Schwache US-Konjunkturdaten
Alte Industrienationen brauchen immer weniger Öl
Produktenangebot soll deutlich steigen
Hohes Ölangebot am Weltmarkt

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