Unseren neuen Kommentar für den 03.12.16 finden Sie hier.


Heizöl: Märkte ohne Schwung

Internationaler Markt

Schlechte Konjunkturdaten aus China ließen gestern die Ölnotierungen fallen. Dafür wurden sie vom schwachen Dollar gestützt. Er verlor gestern das, was er am Tag davor dazu gewonnen hatte. Allerdings stoppten die Ölpreise charttechnisch vor einem weiteren Verfall. Während des Ablaufs dieser inhaltlosen Logik, sorgte der deutsche Bundesbank-Präsident Jens Weidmann für inhaltlichen Diskussionsstoff zum Thema Stabilitätskriterien. Es steht zu befürchten, dass Frankreich als zweitgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone die Defizitkriterien in den nächsten zwei Jahren nicht einhalten wird. Nun meint Jens Weidmann, dass eine zeitliche Lockerung für die Erfüllung der Kriterien Unsicherheiten auf den Finanzmärkten auslösen könnte und tritt damit selber eine Diskussion los, die verunsichernd wirkt. Man erkennt schnell, dass die Fragen der Schuldenkrise einiger EU-Länder nicht geklärt sind. Wenn diese Länder dann auch noch den Euro als Währung führen, dann wird es zum Problem für den deutschen Heizölverbraucher. Denn über kurz oder lang wird wieder die Euro-Schuldenkrise in den Fokus der Finanzmärkte rutschen. Das würde für den deutschen Heizölverbraucher einen schwachen Euro und damit teureres Heizöl bedeuten.

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise geben weiter nach. Die deutschen Verbraucher nutzen vermehrt die jetzige Einkaufsgelegenheit. Der Binnenmarkt zieht wieder merklich an. Im kurzfristigen Preischart bewegen wir uns auf eine Richtungsentscheidung hin, während der mittelfristige Heizölpreis-Abwärtstrend intakt ist. Der Heizölpreis hat sich nach den Preisnachlässen der letzten beiden Tage erfreulicherweise wieder vom Heizölpreis des Vorjahres entfernt. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es schlau ist, sich um die Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu kümmern. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren e-Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

Der Markt in Stichworten

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: EZB macht Geld locker
FED sieht Gelddrucken nach wie vor positiv
Spannungen in Nordafrika, Nahost und Nordkorea
Einige kleine Infrastrukturstörungen
China wächst weiterhin

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Alte Industrienationen brauchen immer weniger Öl
EIA-, OPEC- und IEA-Monatsberichte
US- und Nordseeförderungen steigen
Sehr viel Öl am Markt

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