Unseren neuen Kommentar für den 06.12.16 finden Sie hier.


Heizöl: Obama verschiebt auf Kongress

Internationaler Markt

Die Entscheidung Obamas, den Angriff auf Syrien durch den Kongress absegnen zu lassen, führte vordergründig zu einer Entspannung. Die letzte Woche bis zum Freitag stand unter der Erwartung eines Militärschlages und so gingen die Ölbörsen mit befürchteten Preissteigerungen ins Wochenende. Doch die Verbündeten hadern mit dem Militärschlag und dies lässt vermuten, dass er später kommt als angedroht. Damit sollten sich auch die Ölnotierungen beruhigen. In Kairo trafen sich die Außenminister der Arabischen Liga. Sie machten erneut deutlich, dass sie die Assad-Regierung für den Giftgaseinsatz verantwortlich machen und haben eine deutliche Reaktion gefordert. Wie diese aussehen soll, blieb aber ebenfalls umstritten, wie im Rest der Welt. Die Aussage weist dennoch den Weg zum Militärschlag. Er wird wohl erfolgen. Der US-Dollar ist am Freitag nur leicht gestiegen. Dass der Dollar in Kriegszeiten steigt, ist typisch und sollte weiterhin erwartet werden. Eine leichte Entspannung ist nur bei den Ölnotierungen zu erwarten.

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise bewegten sich nur wenig. Der Auftrieb scheint vorerst ein Ende gefunden zu haben. Nach der schnellen Entwicklung stellt sich eine abwartende Haltung ein. Für die deutschen Verbraucher ist dies gut. Auch im Inland gab es einige Sicherheitsaufschläge, die wieder abgebaut werden könnten. In der Spekulation auf günstigere Heizölpreise sollte allerdings der Dollarkurs nicht außer Acht gelassen werden. Der kurzfristige Trend steht auf steigende Preise. Im mittelfristigen Trend bewegt sich der Heizölpreis am oberen Limit. Eine kurzfristige Kehrtwende ist wahrscheinlich. Dennoch sind die Preise besser als vor zwölf Monaten. Es gibt also keinen Zwang zur Spekulation, um vorteilhaft einzukaufen. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es schlau ist, sich um die Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu kümmern. Wer nicht in den zukünftigen Minderverbrauch investieren mag, könnte mit dem Kauf von Zertifikaten den CO2-Ausstoß des verfeuerten Heizöls kompensieren. Infos dazu gibt es hier.

Der Markt in Stichworten

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Sorge vor Totalausfall Libyens als Öllieferant
Kritische Stimmen zur globalen Angebotssituation
Politische Spannungen im Nahen Osten und Nordafrika
Fortsetzung der lockeren Geldpolitik
Einige kleinere Infrastrukturstörungen

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Britisches Parlament lehnt Militäreinsatz gegen Syrien ab
Globale Rohölnachfrage soll zum Herbst sinken
Diverse Länder melden steigende Ölproduktion
Eventuell werden strategische Reserven freigegeben

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit!

Uns ist Ihre Meinung wichtig. Schreiben Sie mir direkt unter
E-Mail: HeikoHarlapp@esyoil.com

Presse-Kontakt

Weitere Informationen