Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Heizöl: Warten auf Bernanke

Internationaler Markt

Am heutigen Mittwoch gegen 16.00 Uhr soll der Chef der amerikanischen Notenbank, Ben Bernanke, vor einem Kongressausschuss aussagen. Es wird erwartet, dass er etwas über die Fortdauer beziehungsweise das Ende der lockeren Geldpolitik sagen wird. Sollten die vagen Andeutungen, die Herr Bernanke machen wird, so gewertet werden, dass der Geldhahn früher als von den meisten Spekulanten erhofft, gedrosselt wird, werden heftige Kursreaktionen erwartet. Häufig, wenn heftige Kursreaktionen erwartet werden, passiert am Ende des Tages nicht viel. Allerdings könnte sich bei einer Beendigung der Geldflut der Kursrutsch der Edelmetalle fortsetzen, da diese als Inflationsschutz weniger gebraucht werden. Ebenso könnte dies auch auf die Ölnotierungen wirken. Allerdings bedeutete dies auch eine Stärkung des Dollars, da der Inflationsdruck nachließe. Letztendlich werden diese Spekulationen von einer wenig stabilisierten US-Konjunktur angefacht. Sie soll hinreichend für die Drosselung der Geldzufuhr durch die US-Notenbank sein. Es darf gewettet werden. Jedenfalls hielten sich die Marktteilnehmer vor der Anhörung mit ihrem Engagement zurück.

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise geben nach. Die Ölbörsen geben hierfür den Takt vor. Die Nachfrage im Inland ist gering. Die Chancen aus dem Binnenmarkt Preisnachlässe zu realisieren sind ebenfalls gering, da die Margen des Handels bereits knapp bemessen sind. Kurzfristig befinden wir uns in einem leichten Aufwärtstrend. Mittelfristig geht es weiter bergab. Der Preisnachlass gegenüber dem Vorjahr schmilzt dahin. Sollte sich der kurzfristige Aufwärtstrend durchsetzen, wird Heizöl erstmals wieder seit Anfang Februar teurer sein als im Vorjahr. Allerdings stehen die Chancen für tiefere Heizölpreise nicht schlecht, weil den Ölnotierungen eine Korrektur, wie wir sie gerade beim Gold erleben, ebenfalls gut zu Gesicht stünde. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es schlau ist, sich um die Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu kümmern. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren e-Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

Der Markt in Stichworten

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: EZB macht Geld locker
FED sieht Gelddrucken nach wie vor positiv
Spannungen in Nordafrika, Nahost und Nordkorea
Einige kleine Infrastrukturstörungen
China wächst weiterhin

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Alte Industrienationen brauchen immer weniger Öl
EIA-, OPEC- und IEA-Monatsberichte
US- und Nordseeförderungen steigen
Sehr viel Öl am Markt

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