Unseren neuen Kommentar für den 08.12.16 finden Sie hier.


Heizöl: Warten auf Fed und US-Bestandsdaten

Internationaler Markt

Gestern konnte der Euro gegenüber dem Dollar endlich wieder Boden gut machen. Er sprang über die Marke von 1,31 Dollar und konnte sich dort behaupten. Aus den USA wurden gemischte Konjunkturdaten gemeldet. Nun wird darauf gewartet, wie sich Ben Bernanke, der Chef der US-Notenbank am heutigen Mittwoch äußern wird. Neben den Krisenherden in Europa ist dies das bestimmende Thema an den Devisenmärkten. Die Erwartungen an Finanzminister Schäuble, der am Donnerstag nach Griechenland reisen wird, sind gering. Zum einen wird er wohl den Aufbau einer Wachstumsfonds verkünden, der kleine und mittelständische Unternehmen mit Krediten versorgen soll. Dieser erhält von der KfW ein Finanzvolumen von ca. 100 Mio. Euro. Diese Summe mutet minimalistisch an, gemessen an den 240 Mrd. Euro für die bisherigen Hilfsprogramme Griechenlands. Zum anderen geht es um die Finanzhilfen für die griechischen Banken, die noch nicht vollends abgerufen wurden. Diese sollen als Notpuffer fungieren. Die Abneigung der griechischen Bevölkerung gegen die verlangten Sparmaßnahmen wird wohl kaum beseitigt werden. An den Ölbörsen verliefen die Kursentwicklungen uneinheitlich. Dabei führen die Konflikte im Nahen Osten zu steigenden Ölpreisen. Der Risikoaufschlag nimmt hier merklich zu. Auf der anderen Seite werden die ebenfalls am heutigen Mittwoch zur Veröffentlichung anstehenden US-Bestandsdaten preisdrückend erwartet. Nachdem in den letzten Wochen ein Abbau beim Rohöl zu verzeichnen war, wird nun ein leichter Aufbau erwartet. Charttechnisch ist der Euro bereits wieder für eine Kurswende gut, während technische Impulse für Rohöl nicht vorliegen.

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise verharren weiter im kurzfristigen Aufwärtstrend. Eine Trendwende ist nicht in Sicht. Vielmehr erwarten wir, dass die Politik der Notenbanken weiter für steigende Ölnotierungen und damit für steigende Heizölpreise sorgt. Die Inlandsnachfrage bleibt ruhig. Mögliche Preisnachlässe sind bereits vom Handel gewährt. Es bleibt festzuhalten, dass das Heizöl zurzeit knapp 3,50 Euro pro 100 Liter günstiger ist als im Vorjahr. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es an der Zeit ist, neben der Reduzierung des Verbrauchs auch an eine Kompensation des CO2-Ausstoßes zu denken. Deswegen bieten wir die Möglichkeit an, Heizöl bundesweit CO2-neutral zu kaufen. Bitte informieren Sie sich auf unseren Seiten über das unterstützte Projekt.

Der Markt in Stichworten

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Es gibt kein Ende der lockeren Geldpolitik
US-Bestandsdaten
Ägypten ist ein Problemfall
Rohölbedarf soll deutlich steigen
Einige kleine Infrastrukturstörungen

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Fallender Dollar
Schlechte US-Konjunkturdaten
Chinas Wirtschaft scheint in die Knie zu gehen
Produktenangebot soll deutlich steigen
Alte Industrienationen brauchen immer weniger Öl

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