Unseren neuen Kommentar für den 11.12.16 finden Sie hier.


Heizöl: Wilder Ritt auf Geldflut

Internationaler Markt

Die Konjunktur lahmt. All das viele Geld, was in ihrem Namen gedruckt wurde, macht aus ihr kein Rennpferd. Trotz der strukturellen Aussichtslosigkeit schiebt die EZB (Europäische Notenbank) noch mehr Geld ins System. Die FED (US-Notenbank) hat die Hand bereits am Startknopf für den Geldturbo. Sie kann ihn jeden Augenblick drücken. Der verlorene Glaube der Finanzszene wurde gestern reaktiviert. Mag sein, dass das viele Geld wie eine Salbung wirkte. Mag sein, dass nicht ganz so schlechte Konjunkturdaten wie erwartet ursächlich waren. Die Ölnotierungen schossen jedenfalls wider die reale Marktlage in die Höhe. Das Geld- und Finanzsystem ist mittlerweile so aufgeblasen wie in 2008. Es ist äußerst empfänglich für extreme Reaktionen. Die eine oder andere wird es in den kommenden Wochen und Monaten geben. Dabei sind sowohl tiefere als auch höhere Ölpreise möglich. Die Logik des Realmarkts verlangt tiefere Preise aufgrund des Überangebots an Öl. Die Logik des Finanzmarkts verlangt höhere Preise aufgrund des Überangebots an Geld (Inflation). Die hemmungslose Übertreibung des Geldangebots stimuliert die Crashgefahr.

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise steigen. Wie der Abgang gestern ist der Anstieg heute eine Folge des irren Börsengeschehens. Der Binnenmarkt hat darauf keinen Einfluss. Er wird beeinflusst. Die Preisbewegung spielt sich innerhalb eines intakten mittelfristigen Abwärtstrends statt. Sie ist ein Tagesereignis. Ein erneuter Richtungswechsel ist jederzeit möglich. Ich bin zuversichtlich, dass sich der Trend fortsetzen wird. Zwischenzeitlich können die Preise allerdings am oberen Rand kratzen. Es ist aber recht unwahrscheinlich, dass sie dabei teurer werden als ein Jahr zuvor. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es schlau ist, sich um die Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu kümmern. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren e-Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

Der Markt in Stichworten

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Freundliche US-Arbeitsmarktzahlen
EZB macht Geld locker
FED sieht Gelddrucken nach wie vor positiv
Einige kleine Infrastrukturstörungen
China wächst weiterhin
Spannungen in Nordafrika, Nahost und Nordkorea

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: US- und Nordseeförderungen steigen
Saudi Arabien will Förderkapazitäten ausbauen
Sehr viel Öl am Markt
IEA-, EIA- und OPEC-Monatsberichte prognostizieren schwache Nachfrage
Alte Industrienationen brauchen immer weniger Öl

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