Unseren neuen Kommentar für den 04.12.16 finden Sie hier.


Heizöl wird knapp

Aus der Rede von George Bush konnte die Händlerzunft keine Impulse für die Preisbewegung gewinnen. So musste gestern ein anderer Umstand herhalten, um den Preisen zu neuen Höhen zu verhelfen. Die US-Bestände werden, wie bereits befürchtet, knapp. Der Rückgang schlägt vor allen Dingen beim Heizöl und Diesel deutlich zu Buche und übertrifft die Erwartungen. Gegenüber dem Vorjahr sind die Vorräte um 13,4% gesunken. Rohöl, Heizöl, Diesel und Benzin zusammen weisen einen Rückgang von 10% zum Vorjahr auf.

Die Erkenntnis wurde an den Märkten heiß gehandelt und sorgte für kräftige Kursgewinne. Ob diese allerdings nachhaltig sind, muss sich noch zeigen. Die Begründung ist es nicht unbedingt. In der Tat sind die Vorräte gegenüber dem Vorjahr geringer. Doch der Vergleich mit den Zahlen von vor drei Jahren sieht so schlecht nicht aus. Damals lag der Heizölvorrat 18,8% tiefer als heute. Rohöl und alle Produkte zusammen standen 3,7% unter den heutigen Werten. Die Preise lagen unter den aktuellen Notierungen. Was folgte, war allerdings eine Hochpreisphase, deren Spitzen über die derzeitigen Hochs herausragten.

Auch ohne neue Impulse von George Bush muss der gestrige Preisanstieg als ein Gemeinschaftswerk aus knappen Vorräten und Kriegssorgen gesehen werden. Beide Themen befruchten sich gegenseitig.

Obwohl der Anstieg gestern deutlich ausfiel, lässt sich daraus charttechnisch keine klare Richtung herauslesen. Denn nur Heizöl konnte ein neues Hoch markieren. Kontrakte auf Rohöl vollziehen seit Ende Dezember eine Seitwärtsbewegung. Es wird allgemein erwartet, dass diese bald nach oben durchbrochen wird. Gestern geschah das noch nicht.

Heute Morgen legt der Gasölpreis weiter zu und schraubt das Zwei-Jahres-Hoch abermals etwas höher. Er folgt damit der Tendenz aus den USA. Die Tonne kostet zur Stunde 281,50$.

Unsere Heizölpreise ziehen mit den Vorgaben und nehmen eine klare Aufwärtsrichtung ein. Sie bleiben aber in den nächsten Tagen dank der Dollarnotierung unter den Weihnachtspreisen zurück. Die Differenz zur Spitze beträgt etwa 5%. Die müsste erst Mal vom Weltmarkt überwunden werden, um hierzulande ein neues Preishoch zu erklimmen.

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