Unseren neuen Kommentar für den 07.12.16 finden Sie hier.


Heizölnachfrage treibt Ölpreise

China importierte im April deutlich weniger Öl als ein Jahr zuvor. Das US-Energieministerium erwartet für die kommenden Monate einen Nachfrageeinbruch. Der Iran denkt über eine Lieferkürzung nach, weil die Nachfrage nach OPEC-Öl rückläufig ist. Die OPEC weist Forderungen nach höheren Liefermengen zurück. Saudi Arabien wird in 2009 Reservekapazitäten von 3 Mio. Barrel pro Tag haben. Der Ölpreis stieg gestern unter Führung der Heizölfutures rasant an. Heizöl und Diesel sind weltweit stark gefragt. Unterstützend wirkte die Information, dass man im Iran über eine Lieferkürzung nachdachte. Preisbildung ist Interpretationssache. Seit geraumer Zeit ist diese bullisch dominiert. Der Dollar gewann gestern an Wert. Inflationssorgen lassen eine Zinserhöhung in den USA wieder als möglich erscheinen.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Iran dachte an Ausstoßkürzung
Goldman Sachs denkt an 200 $ pro Barrel
Terrorbedingter Produktionsausfall in Nigeria
OPEC will aktuell keine Produktionserhöhung
Chinas Nachfrage wächst weiter
Produktionskosten steigen rasant
IEA prognostiziert Versorgungsengpässe ab 2012
Charttechnik: Aufwärtstrend

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Chinas Ölimporte fielen im April
Gedämpfte Nachfrageentwicklung
Hohe OECD-Vorräte
Schwächephase der US-Konjunktur
US-Regierung will Ölkonsum senken

Unsere Heizölpreise steigen weiter. Wieder erwies sich der Ansatz einer Gegenbewegung als trügerisch. Die Marktstimmung ist weiterhin streng bullisch. Vom Dollar kommt derzeit keine gegenläufige Wirkung. Es ist nicht absehbar, dass der Heizölpreis nennenswert nachgeben wird. Gas- und Strommarkt signalisieren zweistellige Preissteigerungsraten. Verbrauchern wird die Effizienzdiskussion über die Preise aufgezwungen. Es hat keinen Sinn, sich dieser zu widersetzen. Wer zu spät kommt, den wird der Preis noch stärker strafen.

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