Unseren neuen Kommentar für den 04.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreis im Dollartrend

Der Atomstreit mit dem Iran hat die befürchtete Wirkung auf den Ölpreis entfaltet. In der letzten Woche legte er deutlich zu. Bisher wurden nur Unsicherheiten und Sorgen gehandelt. Konkretes liegt nicht vor. Nicht einmal das Ölembargo der EU fällt in diese Kategorie, denn offiziell wurde es noch nicht verkündet. Medien berichten lediglich über eine grundsätzliche Einigung der EU-Staaten. Details müssten noch verhandelt werden. Finanzjongleuren kommt das Unkonkrete der Lage entgegen, da es reichlich Platz für spekulative Phantasie lässt. Dazu gehört auch die Fortsetzung des Säbelrasselns um die Macht in der Straße von Hormus. Nachdem ein spektakuläres Seemanöver beendet ist, kündigt der Iran weitere Übungen an. Die Welt darf gespannt sein, ob diese zu Lande, zu Wasser oder in der Luft stattfinden werden. Für zusätzlichen Preisauftrieb sorgt die explosive Lage in Nigeria, die zuletzt durch den Wegfall von Subventionen auf Öl befeuert wurde. Kraftstoffpreise haben sich dadurch mehr als verdoppelt. Die Teuerung schlägt auch auf Lebensmittel durch. Dem Land droht eine Streikwelle, die die Öllieferungen erheblich dezimieren könnte. Insbesondere in Europa besteht die Gefahr, dass die Ölversorgung abermals ins Soll gerät. Wie im Fall Libyens gibt es zwar auch heute Hilfsbekundungen aus Ländern der Golfregion. Sie können die bullische Lage aber nicht aufwiegen. Es sei betont, dass bisher kein Öl fehlt. Es ist alles nur Spekulation. Trotz des deutlichen Drangs nach oben haben sich die Ölpreise noch nicht aus ihrem nunmehr acht Monate alten Seitwärtstrend herausbewegt. Man darf hoffen, dass das so bleibt.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Atomstreit mit dem Iran
Streiks in Nigeria
Freundliche Konjunkturdaten aus den USA
Raffinerieprobleme in Europa
Kraft- und Brennstoffversorgung in Europa unsicher
Globale Ölnachfrage wächst

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Schwere Schuldenkrise in den alten Industrienationen
Ratings wichtiger EU-Länder und Banken vor Herabstufung
EU droht Rezession
Schwache Nachfrage der reifen Industrienationen
OPEC und IEA reduzieren Prognosen über Nachfragesteigerung

Unsere Heizölpreise steigen spürbar. Sie haben ein Dreijahreshoch erreicht. Die Unsicherheiten der Ölwelt tragen zum Auftrieb bei. Die eigentliche Ursache für das teure Heizöl ist aber der Euroverfall oder anders ausgedrückt der starke Dollar. Er befindet sich seit vier Monaten in einem strengen Aufwärtstrend. Der Grund hierfür ist die prekäre Lage einiger EU-Staaten. Zur Lösung des Problems ist nach wie vor kein Plan in Sicht. Deshalb wird es, das Problem, die weitere Teuerung von Heizöl forcieren. Als Hinweis für eine Kaufentscheidung sei erwähnt, dass Heizöl in 2008 zeitweise teurer war als heute. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Verbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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