Unseren neuen Kommentar für den 03.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise: Öl- und Geldangebot wachsen

Internationaler Markt

Die Angebotsseite beim Öl sieht immer besser aus. Aus Presse, Funk und Fernsehen ist der Rohölboom Nordamerikas bekannt. Weniger mediale Würdigung finden die Aktivitäten in der Nordsee, die für die Preise in Europa bedeutender sind. Aber auch bei der Produktenherstellung, d.h. bei der Raffinierung, nehmen die Kapazitäten zu. Geplante und in Bau befindliche Anlagen in Asien und im Nahen Osten werden Endprodukte bald günstiger auf den Markt bringen lassen als in Europa und Nordamerika. Das wird Anlagen in den alten Industrienationen unrentabel machen und ihre Abschaltung erzwingen. Zeitgleich zum Aufbau wird der Verbrauch der reifen Länder sinken. In den USA liegt die Benzinnachfrage auf einem 12-Jahres-Tief. Ölleute gehen nicht davon aus, dass sich der Abwärtstrend umkehren wird. Auf höheren Konsum im kommenden Autosommer spekulieren nur ein paar Finanzjongleure. Trotz der fundamental bärischen Lage am Ölmarkt prognostizieren die Statistiker der EIA (US-Energieministerium) moderat steigende Ölpreise. Angesichts des Inflationszwangs durch notorisches Gelddrucken zum Erhalt des Bankensystems ist die Annahme plausibel. Dem kann man aus Verbrauchersicht nur Hoffnungen auf ein starkes Überangebot an Öl und furchteinflößende Störungen im Geld- und Finanzsystem entgegenstellen.

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise zeigen aktuell wenig Bewegung. Steigende Ölnotierungen werden durch nachgebende Dollarkurse weitgehend unschädlich gemacht. Die Gegenbewegung zum Verfall der Öltitel nimmt die erwartete Form an. Ich gehe davon aus, dass sie bald auslaufen wird und danach eine schwache Abwärtsbewegung folgt. Damit wären etwas tiefere Heizölpreise möglich. Große Herabstufungen erwarte ich nicht mehr. Die Preise sollten aber im Jahresverlauf günstiger bleiben als im Vorjahr. Daraus ergibt sich eine Dauerempfehlung für den Heizölkauf. Besonders günstige Kaufmomente werden zufällig auftauchen. Wer die Preisentwicklung hier verfolgt, wird sie nicht verpassen. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es schlau ist, sich um die Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu kümmern. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren e-Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

Der Markt in Stichworten

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Infrastrukturstörungen erwartet
FED sieht Gelddrucken nach wie vor positiv
China wächst weiterhin
Spannungen in Nordafrika, Nahost und Nordkorea

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: US- und Nordseeförderungen steigen
Südsudan kehrt als Lieferant zum Markt zurück
Sehr viel Öl am Markt
Alte Industrienationen brauchen immer weniger Öl

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