Unseren neuen Kommentar für den 03.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise: Ölpreise ziehen wegen Ukraine und EIA an

Internationaler Markt

Die Ölnotierungen machten gestern Abend noch einen ordentlichen Sprung nach oben. Ausgangspunkt war der Bericht der Energy Information Administration (EIA). Dieser spricht von einem geringen Anstieg in der nächsten Zeit bei den Benzinpreisen. In der Aufwärtsbewegung wurden finanzanalytische Widerstände durchbrochen, was Folgeorders auslöste. Zudem drohte der US-Außenminister Kerry Russland mit der Aufstockung der US-Truppen in Europa. Er machte russische Agenten für die Eskalation in der Ost-Ukraine verantwortlich und hätte dafür sogar Belege.

Der Euro schaffte erneut eine Aufwertung gegenüber dem Dollar. Hintergrund waren die positiven Werte Europas, insbesondere Deutschlands. Der IWF vergab für Deutschland Bestnoten und sieht auch in naher Zukunft ein solides Wirtschaftswachstum voraus. Auch der Euro durchbrach einige finanzanalytische Widerstände, was automatisierte Kauforders auslöste, die den positiven Effekt verstärkten.

Charttechnisch geben die Indikatoren keine Impulse aus. Damit bleiben die Ukraine und die neuen US-Bestandsdaten, die heute veröffentlicht wurden, die wesentlichen Einflussfaktoren auf den Ölpreis.

Heute Morgen ziehen die Ölnotierungen an den Ölbörsen etwas an. Die Tonne Gasöl kostet aktuell 898,75 Dollar. Das Barrel Rohöl wird in New York zu 102,20 Dollar und in London zu 107,44 Dollar gehandelt. Der US-Dollar kostet 72,52 Eurocent.

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise konnten sich gestern noch halten, ziehen heute Morgen aber bereits an. Der Preisanstieg hält sich lediglich dank des starken Euros in Grenzen. Die harschen Worte aus den USA und der Ausblick der EIA reißen die Ölnotierungen nach oben und ziehen die Heizölpreise mit. Zwar bewegt sich der Heizölpreis innerhalb des Abwärtstrends. Kurzfristig scheint er aber zu kippen und in die Gegenrichtung zu drehen. Schuld daran ist die politische Reaktion des Westens auf die Situation in der Ukraine. Im Jahresvergleich steht der Heizölpreis immer noch gut dar. Die Hoffnung, dass heute auch in weiten Teilen Deutschlands rechnerisch beste Kaufmomente erreicht werden können, sind aber erst einmal zerschlagen. Der Binnenmarkt zieht an. Viele Kunden nutzen noch den guten Heizölpreis, um zu kaufen, weil die Gefahr weiterer Preissteigerungen in der Luft liegt. Unsere Empfehlung lautet: Wer kurz- oder mittelfristig Heizöl benötigt, sollte den noch günstigen Moment zum Kauf nutzen. Wer Zeit hat, kann versuchen die politischen Unwägbarkeiten auszusitzen. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein. Die freundliche Marktausrichtung ist kein Dauerzustand.

Der Markt in Stichworten

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Ukraine-Russland-Krise
Libyen droht zu zerreißen
Ausfälle in Nigeria
Unruhen in Venezuela

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Starker Euro
Zweifel an Chinas Konjunktur
Irak steigert Ölproduktion
USA geben Teil der strategischen Reserven frei
Rohölnachfrage der Raffinerien sinkt zum Frühjahr

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