Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise: Konjunkturdaten und Lagerbestände bestimmen den Ölpreis

Internationaler Markt

Unerwartet enttäuschend fielen gestern die Konjunkturdaten aus China aus. Sollte Chinas Nachfrage nach Rohöl und Öl-Produkten sinken, gibt es noch eine Möglichkeit weniger, dass sich am bestehenden Überangebot etwas ändert. So bleibt das Überangebot an Öl auch weiterhin ein bestimmender Faktor bei der Ölpreisentwicklung. Die aktuellen API-Daten bestätigen eine steigende Tendenz in den Lagerbeständen. Nun wartet man gespannt auf die heute folgenden DOE-Daten.

Der Aufwärtstrend des Euros wurde wieder gestoppt und so blieb er gestern nach Börsenschluss knapp unter den Vortagesschlusswert. Profitieren konnte der Euro zunächst von den starken Wirtschaftsdaten des Währungsraumes. Dennoch wurde er in der zweiten Hälfte des Tages vom Dollar wieder gebremst. Die US-Verbraucherpreise sind erstmals seit Monaten wieder gestiegen. Dieser schwache Preisauftrieb reichte aus, um den Dollar zu stärken und den Euro zu drücken. Weitere stärkende Impulse erhielt der Dollar von einer Zinserhöhung der Fed, die für Mitte des Jahres 2015 angedeutet wurde. Beides wird als Zeichen des Wachstums der US-Wirtschaft gewertet.

Heute Morgen setzen alle Kurse etwas tiefer als zum gestrigen Schlusskurs an. Im Vergleich zu gestern Morgen ergibt sich folgendes Bild. Die Tonne Gasöl kostet aktuell 523,75 Dollar . Das Barrel Rohöl wird in New York zu 47,40 Dollar und in London zu 55,17 Dollar gehandelt. Der US-Dollar kostet 0,9150 Euro . Damit kostet der Euro 1,0929 Dollar .

Nationaler Markt

Die Heizölpreise bewegen sich weiterhin deutschlandweit uneinheitlich. Sie verharren deshalb im Durchschnitt im Seitwärtstrend der 3-Monats-Ansicht der aktuellen Heizölpreis-Tendenz und bewegen sich am unteren Rand des Trendkanals.

Die Heizölverbraucher in Deutschland kaufen nur noch auf mittlerem Niveau. Damit halten diejenigen, die zurzeit Heizöl kaufen, die aktuellen Heizölpreise für akzeptable Kaufpreise. Die Hoffnungen auf tiefere Preise blieben gestern unverändert stark bei 82 Prozent. Unser Schwarm-O-Meter für Heizöl, das das Kaufverhalten der Kunden ins Verhältnis zu ihren Preisanfragen setzt, und die Lesereinschätzung zur Preisentwicklung zeigen die Lage entsprechend an.

Den Beobachtern sei gesagt, dass in ganz Deutschland das mathematische Tiefpreis-System einen guten Kaufmoment anzeigt. Damit ist der aktuelle Heizölpreis im Vergleich zur jüngeren Vergangenheit gut. Die Gefahr, dass man sich verspekuliert, wächst demnach.

Unser simpler Rat an alle Unentschlossenen lautet: Wenn Ihr Tank demnächst eine Füllung verlangt, sollten Sie kaufen. Seien Sie einfach mit dem gewaltigen Preissturz, von dem immer noch ein ordentlicher Anteil verblieben ist, zufrieden. Wenn Sie genügend Heizöl im Tank haben, über ein gutes Nervenkostüm verfügen, um unliebsame Preisentwicklungen zu ertragen, und den spekulativen Kick lieben, sollten Sie es riskieren, auf bessere Preise zu setzen.

Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein. Die freundliche Marktausrichtung ist kein Dauerzustand.

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