Unseren neuen Kommentar für den 05.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise: Abwärtstrend wird fortgesetzt

Internationaler Markt

Was gestern positiv auf die Aktienbörsen wirkte, erwies sich für die Ölbörsen als Tiefschlag. Die US-Notenbank wird die Drosselung der expansiven Geldpolitik verlangsamen. Für Aktienhändler bedeutet dies, dass längere Zeit weiter Geld in die Finanzmärkte gepumpt wird. Für die Ölhändler in den USA bedeutet es, dass die US-Notenbank die US-Wirtschaft immer noch in Gefahr sieht und insbesondere den Arbeitsmarkt für zu schwach hält. Dies lässt auf einen niedrigen Verbrauch schließen. Entsprechend schlechte Wirtschaftsdaten waren hierfür leicht zur Hand, die grundsätzlich einen Abgang der Ölpreise förderten. Die Aussage Putins, seine Truppen von der ukrainischen Grenze abzuziehen, ließ ebenfalls Dampf aus dem Kessel. So konnten charttechnische Impulse zum verstärkten Verkauf von Ölkontrakten führen.

Charttechnisch galten die Ölsorten (Brent und WTI) als überkauft und mathematische Indikatoren wiesen ein Verkaufssignal aus. Beim Durchbrechen des Trends nach unten konnten technisch motivierte Verkäufe ausgelöst werden. Der Euro erhielt sich seine Stärke. Die Äußerungen der US-Notenbankchefin Yellen über die verlängerte expansive US-Geldpolitik standen hierfür Pate. Heute wird EZB-Chef Draghi die neue Zinsentscheidung bekannt geben. Die meisten Beobachter gehen davon aus, dass an der Zinsschraube nicht gedreht wird. Einige meinen, dass die Zinsen weiter gesenkt werden könnten. Dies hätte für den Heizölpreis preistreibende Folgen. Wir gehen ebenfalls davon aus, dass Draghi diesmal nichts tun wird.

Heute Morgen lassen sich die Bewegungen in die beschriebene Richtung nur erahnen. Sichere Realität sind die noch nicht. Die Tonne Gasöl kostet aktuell 885,25 Dollar. Das Barrel Rohöl wird in New York zu 99,53 Dollar und in London zu 105,62 Dollar gehandelt. Der US-Dollar kostet 72,43 Eurocent.

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise fallen weiter. Sie wandern damit wieder in Richtung Mitte des kurz-, mittel- und langfristigen Abwärtstrends. Wir gehen deswegen davon aus, dass die Heizölpreise weiter fallen werden. Im Vergleich zu den Vorjahren steht der Heizölpreis immer noch sehr gut da. Er ist billiger als in den Jahren zuvor. Nach kurzer Kaufpause nehmen unsere Kunden wieder vermehrt die günstige Heizölpreis-Entwicklung zum Anlass, um nach zu kaufen. Auch unsere Nutzer wetten auf weiter fallende Heizölpreise. Rechnerisch ist noch etwas Luft nach unten. Der Binnenmarkt ist für die Jahreszeit wetterbedingt sehr ruhig. Unsere Empfehlung: Wer wenig Spielraum hat, kann den letzten Abgang der Preise gut nutzen. Wer noch warten kann, darf auf niedrigere Heizölpreise hoffen. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein. Die prinzipiell freundliche Marktausrichtung ist kein Dauerzustand.

Der Markt in Stichworten

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Libyen droht zu zerreißen
Ausfälle in Nigeria
Unruhen in Venezuela

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Zweifel an Chinas Konjunktur
Irak steigert Ölproduktion
USA geben Teil der strategischen Reserven frei
Rohölnachfrage der Raffinerien sinkt zum Frühjahr

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit!

Uns ist Ihre Meinung wichtig. Schreiben Sie mir direkt unter
E-Mail: HeikoHarlapp@esyoil.com

Presse-Kontakt

Weitere Informationen