Unseren neuen Kommentar für den 06.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise: Alles ist möglich

Internationaler Markt

Die anstehende OPEC-Tagung am Freitag wirft ihre Schatten voraus. Iran und Venezuela nutzen die Gelegenheit, um für einen Rohölpreis von 100 Dollar pro Barrel zu werben. Den sehen sie nur bei strikter Quotendisziplin gewährleistet. Aktuell befindet sich der OPEC-Preis auf dem gewünschten Niveau. Sein Trend verläuft seitwärts. Also alles in Ordnung? Keineswegs. Die Sorge ist groß, dass aufgrund des üppigen Angebots eine Wettbewerbsschlacht losbricht, die den Preis erodieren lässt. Das hätte fatale Folgen für die Haushalte der OPEC-Staaten, die vom Öl abhängen wie die USA, die EU und Japan von den Notenbanken. Nicht minder unsicher steht die Finanzszene zur Ölpreisentwicklung. Selbst die Meinungsmacher der großen Banken lassen alle Richtungen in ihren Prognosen offen. Der Schlüssel zum Geschehen liegt wahrscheinlich auch hier bei den Notenbanken. Ben Bernanke, Chef der FED, ist in diesen Jahren der Papst der bedeutendsten Glaubensgemeinschaft der Erde. Das sind die Geldgläubiger.

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise gaben zum Wochenende weiter nach. Insgesamt beginnt sich auch hier eine Seitwärtsbewegung abzuzeichnen. Der mittelfristige Trend ist allerdings weiterhin abwärts gerichtet. Der langfristige Trend weist aufwärts. Dieser ist für eine Kaufentscheidung uninteressant, da seine Basis weit über einen normalen Verbrauchszyklus einer Tankfüllung hinausgeht. Im Binnenmarkt herrscht wieder mehr Leben. Der jüngste Preisrückgang brachte einen kleinen Nachfrageschub. Noch hat er wenig Einfluss auf Margen und Preise. Heizöl ist weiterhin günstiger als vor einem Jahr. Auf tiefere Preise zu spekulieren hat gute Gründe. Gleichwohl ist es eine Wette mit hoher Unsicherheit. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es schlau ist, sich um die Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu kümmern. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren e-Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

Der Markt in Stichworten

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Spannungen in Nordafrika, Nahost und Nordkorea
Einige kleine Infrastrukturstörungen
China wächst weiterhin
Notenbankgeld fließt noch locker

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Alte Industrienationen brauchen immer weniger Öl
EIA-, OPEC- und IEA-Monatsberichte
Fortsetzung der lockeren Geldpolitik ungewiss
Sehr viel Öl am Markt

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