Unseren neuen Kommentar für den 02.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise: Auch ohne Regierung normaler Betrieb

Internationaler Markt

Government shutdown: Das Wort wird uns einige Zeit verfolgen. Die Staatsräder stehen still, weil die USA keinen beschlossenen Haushalt haben. Die erste Folge dieser unzivilisierten Ungeheuerlichkeit ist das Ausbleiben der staatlich erhobenen Konjunkturdaten. Das muss man nicht bedauern, da der Datenfluss inflationär war. Manchmal ist Stillstand sogar Fortschritt. Die Ölbörsen laufen scheinbar unverändert weiter. Sie tendieren leicht abwärts. Diese Richtung würden sie vermutlich auch ohne government shutdown nehmen, da der Markt gut versorgt ist. Die kommenden drei Monate gelten als nachfrageschwach. Raffinerien nutzen die Zeit für Wartungsarbeiten. Die Rohölvorräte in den Lagern werden demzufolge vermutlich wieder steigen. Erste Zeichen hierfür sind bereits sichtbar. Zeichen für eine abnorme Börsenbewegung gibt es hingegen nicht. Daher sollte die Erwartung an einen Preisrückgang zurückhaltend ausfallen.

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise geben ein wenig nach. Sie folgen den Ölbörsen. Der Binnenmarkt ist in diesen Tagen etwas belebter. Das führt zu geringen Preisaufschlägen seitens der Vorlieferanten und des Handels, über die es sich nicht zu ärgern lohnt. Im Gegensatz zur globalen Ölnachfrage, die in erster Linie aus der Mobilität gespeist wird, erwarten wir für die Heizölnachfrage keine ausgeprägte Schwäche. Die Preisaussichten bleiben freundlich, aber keinesfalls großartig. Derzeit halten wir Verbesserungen von drei bis vier Prozent bei einer 3.000 Liter Bestellung für möglich. Es macht Sinn, den Markt während einer Bestellabsicht eng zu verfolgen. Neben dieser Internetseite steht Ihnen dazu unsere Smartphone-App zur Verfügung. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es schlau ist, sich um die Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu kümmern. Wer nicht in den zukünftigen Minderverbrauch investieren mag, könnte mit dem Kauf von Zertifikaten den CO2-Ausstoß des verfeuerten Heizöls kompensieren. Infos dazu gibt es hier.

Der Markt in Stichworten

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Fortsetzung der lockeren Geldpolitik bestätigt
Einige kleinere Infrastrukturstörungen
Politische Spannungen im Nahen Osten und Nordafrika

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Iran will über sein Atomprogramm reden
Libyen wird Teile der üblichen Lieferungen wieder aufnehmen
Irak hat neues Ölfeld in Betrieb genommen
Diverse Länder melden steigende Ölproduktion
USA: government shutdown
Globale Rohölnachfrage soll im vierten Quartal sinken

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