Unseren neuen Kommentar für den 07.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise: Besser, immer besser

Internationaler Markt

Die Rückkehr der Finanzjongleure an die Ölbörsen lässt auf sich warten. Die Handelsvolumina steigen zwar, gleichwohl wurde gestern kaum die Hälfte der durchschnittlichen Kontraktwechsel bei Gasöl erreicht. Die nach wie vor bärische Stimmung scheint das Gros der Akteure von ihren Arbeitsplätzen fernzuhalten. Sie tun sich schwer damit, im aktuellen Umfeld Geld zu verdienen. Die Preise purzeln auf immer neue Tiefs. Daran kann weder der weitgehende Ausfall Libyens als Lieferant noch ein freundliches Wirtschaftsdatum aus China etwas ändern, das heute Nacht über die Ticker kam.

Die Entwicklung der Ölpreise wurde gestern von einer erneuten Rabattaktion Saudi Arabiens dominiert. Sie gilt für die Februarlieferungen in die USA und nach Europa. Hier gibt es nun einen Rabatt von 4,65 Dollar pro Barrel gegenüber den Notierungen für Nordseeöl Brent. Traditionell ist Europa kein großes Absatzgebiet für saudisches Öl. Der aggressive Rabatt ist ein Indiz für dafür, dass nun um jede Region gekämpft wird. Hier geht es darum, sich gegen volumenstarke afrikanische Lieferanten durchzusetzen.

In den USA fiel der Rohölpreis für die Sorte WTI gestern unter 50 Dollar pro Barrel. Ein Ende des Preisabgangs ist nicht in Sicht. Mittlerweile werden Werte von 25 Dollar pro Barrel diskutiert. Bekanntlich ist den Finanzjongleuren nichts unmöglich. Solche Extremansagen halten wir aber für übertrieben. Aus unserer Sicht ist man gut beraten, wenn man bei 40 Dollar pro Barrel einen gedanklichen Schlussstrich unter die Spekulation setzt.

Heute Morgen fallen die Ölnotierungen nach kurzem Aufbäumen schon wieder steil ab. Für einen Tagestrend sieht die Bewegung zu heftig aus. Die Akteure suchen offensichtlich noch ihre Meinung. Die außerordentlich starke Dollarentwicklung der letzten Tage wird aktuell mit einem Dämpfer bedacht. Die Tonne Gasöl kostet zur Stunde 495,50 Dollar . Das Barrel Rohöl wird in New York zu 49,45 Dollar und in London zu 52,53 Dollar gehandelt. Der US-Dollar kostet 0,8368 Euro . Damit kostet der Euro 1,1950 Dollar .

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise setzen ihren Abgang fort. Damit bestätigen sie den Abwärtstrend und die vorweihnachtliche Annahme, dass im neuen Jahr noch günstigere Einkaufsmomente eintreten werden. Im 3-Monats-Chart der aktuellen Heizölpreis-Tendenz ist die Festtagszeit als temporäre Stillhaltephase zu erkennen, die nun vorbei ist.

Im Binnenmarkt ist das Kaufinteresse hoch. Der Handel ist teilweise hart gefordert, da feiertags- und wetterbedingt Bestellungen nicht abgearbeitet werden konnten. Es kommt daher zu längeren Lieferzeiten. Das liegt auch daran, dass im Winter mehr Eilbestellungen auflaufen als üblich. Die haben notgedrungen Vorfahrt. Logistisch sind sie Taxi- statt Busfahrten. Das heißt, sie erlauben weniger Transportmenge.

Unser Schwarm-O-Meter für Heizöl, das das Kaufverhalten der Kunden ins Verhältnis zu ihren Preisanfragen setzt, steht nicht mehr ganz oben. Es gibt wieder viele Beobachter, die auf einen noch besseren Kaufmoment warten. Der Glaube an günstigeres Heizöl ist aktuell extrem hoch, wie die Lesereinschätzung zeigt.

Das mathematische Tiefpreis-System gibt wieder Kaufsignale in allen deutschen Regionen. Damit liegt eine Entscheidungshilfe vor. In der kalten Jahreszeit kommen Kunden hinzu, die keine ausgewiesenen Preisbeobachter und Schnäppchenjäger sind. Sie treffen auf einen bemerkenswert günstigen Moment mit wunderbaren Preisen. Glückwunsch.

Die Preistrends weisen in allen Bereichen abwärts. Die Konstellation ist natürlich eine Einladung zur Spekulation auf noch mehr Abgang. Nach Lage der Dinge sollte das im weiteren Verlauf des Winters auch möglich sein. Es ist aber Respekt vor dem Wahnsinn der Ölbörsen geboten. Der tiefe Fall der Ölpreise kann bisweilen zu starken Gegenreaktionen führen.

Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein. Die freundliche Marktausrichtung ist kein Dauerzustand.

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