Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise: Bestens war gestern, heute ist sehr gut

Internationaler Markt

Der Ölmarkt ist bestens versorgt und dennoch gibt es eine preistreibende Knappheit. Sie betrifft das Benzinangebot an der Ostküste der USA. Exporteure haben offensichtlich zuviel Ware ins Ausland verschifft. Nun ist sie im eigenen Land nicht mehr ausreichend verfügbar und Händler haben Mühe, Kraftstoff für die Tankstellen aufzutreiben. Als Konsequenz steigen die zeitnahen Benzin-Kontrakte seit einigen Tagen steil in die Höhe. Das hat Auswirkungen auf andere Ölnotierungen. Der Preisabgang bei Rohöl und Gasöl wird ausgebremst. Dieser wäre angesichts der global guten Versorgungslage durchaus angemessen.

Das Problem ist vergleichsweise gering und zeitlich begrenzt. Es sollte in der nächsten Woche bereits überwunden sein. Dann wird man sich an den Börsen wieder auf die allgemeine Überversorgung konzentrieren. Finanzjongleure neigen in diesen Tagen dazu, diese größer zu reden als sie real ist. Dazu trägt der grassierende Konjunkturpessimismus bei. Real wächst die Weltwirtschaft weiterhin. Der auf exzessives Gewinnwachstum getrimmten Finanzszene ist die Rate aber nicht genug. Sie fühlt Rezession.

In und für Europa ist diese Stimmung derzeit am stärksten ausgeprägt. Sie belegt den Euro mit Dauerdruck. Er verliert kontinuierlich an Wert. Allein dadurch steigen die Heizölpreise hierzulande tendenziell.

Heute Morgen wirken die Börsen paralysiert. Die Preise bewegen sich nicht und eine mögliche Richtung ist nicht identifizierbar. Die Tonne Gasöl kostet aktuell 813,50 Dollar . Das Barrel Rohöl wird in New York zu 92,58 Dollar und in London zu 97,06 Dollar gehandelt. Der US-Dollar kostet 0,7847 Euro . Damit kostet der Euro 1,2744 Dollar .

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise zeigen am Tag nach dem deutlichen Anstieg wenig Neigung, diesen fortzusetzen. Sie befinden sich weiterhin in einer charttechnisch gut anzuschauenden Situation, wie die 3-Monats-Darstellung der aktuellen Heizölpreis-Tendenz zeigt. Der Abwärtstrend ist intakt.

Der Binnenmarkt ist sehr belebt. Ernste Terminprobleme bei den Lieferungen können wir gleichwohl nicht erkennen. Unser Schwarm-O-Meter für Heizöl, das das Kaufverhalten der Kunden ins Verhältnis zu ihren Preisanfragen setzt, steht auf Maximum. Die Preise laden die Kunden bestens zum Kauf ein.

Die Preisentwicklung schätzen unsere Leser weniger positiv als gestern ein. Daraus kann man schließen, dass der Richtungswechsel der Preise viele Kaufwillige zu Käufern gemacht hat. Die Gruppe derjenigen, die auf tiefere Preise setzt, schrumpft.

Das mathematische Tiefpreis-System zeigt überall in Deutschland, mit Ausnahme von Berlin, ein Kaufsignal. Das deckt sich mit dem Kaufverhalten der Kunden. Auch wenn die Preise noch besser werden könnten, konstatieren wir, dass mit dem Signal ein weiterer Beleg dafür vorliegt, dass der aktuelle Preis kaufenswert ist.

Die Preistrends weisen in allen relevanten Bereichen abwärts. Das ist natürlich eine Einladung, weiter auf noch attraktivere Preise zu spekulieren. Man sollte diese Spekulation aber nicht überziehen, sonst wird sie erfolglos enden. Bleibt zu erwähnen, dass die aktuellen Heizölpreise deutlich unter dem Niveau der letzten drei Jahre zum gleichen Zeitpunkt liegen.

Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein. Die prinzipiell freundliche Marktausrichtung ist kein Dauerzustand.

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