Unseren neuen Kommentar für den 02.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise: Chance noch ungenutzt

Internationaler Markt

Das Abwärtspotenzial der Ölnotierungen wurde zum Wochenschluss nicht genutzt. Gute US-Arbeitsmarktdaten vereitelten die Chance, den Abwärtstrend wieder aufzunehmen. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Die allgemeine Marktlage ist bärisch. Chinas Konjunktur entwickelt sich nicht so gut wie erhofft. Um Europas Konjunktur steht es übel. Und trotz guter Konjunkturzahlen ist für die USA kein Anstieg der Ölnachfrage zu erwarten. Steigen wird hingegen das nordamerikanische Angebot. Damit das besser nutzbar ist als heute, wird die Infrastruktur umgerüstet. Höchstwahrscheinlich wird der nachfragestarke Osten des Landes noch in diesem Jahr über eine Pipeline an Kanadas Ölreichtum angebunden. Dadurch würden Ölmengen, die derzeit aus der Nordsee und dem Nahen Osten bezogen werden, frei. Bei schwachem globalem Nachfragewachstum sollte das den Abwärtsdruck auf die Preise erhöhen. Das stärkste Gegenargument zu billigerem Öl ist und bleibt die lockere Geldpolitik der Industrienationen.

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise verpassten es, am letzten Handelstag ein neues Dreimonatstief zu erlangen. Ursächlich war nicht die Ölbörse, ursächlich war der Dollarhandel. Die US-Währung legte gegenüber dem Euro wieder zu. Der Binnenmarkt zeigt sich mit dem erneuten Wintereinbruch in Teilen Deutschlands etwas belebter. Das hat kleine Auswirkungen auf die Margen. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Heizölpreise freundlich. Das Minus beträgt sechs Prozent bei 3.000 Liter Liefermenge. Die Chance auf noch tiefere Preise im Jahresverlauf bleibt erhalten. Das sollte Verbraucher mit einem sehr niedrigen Tankstand allerdings nicht dazu verleiten, darauf zu spekulieren. Die besseren Preise als im Vorjahr sind allemal ein Kaufgrund. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren e-Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

Der Markt in Stichworten

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Gute US-Konjunkturzahlen
FED sieht Gelddrucken nach wie vor positiv
EIA sieht Nachfrage derzeit größer als das Angebot
Spannungen in Nordafrika, Nahost und Nordkorea

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Chinas Konjunktur läuft nicht nach Wunsch
Nordseeförderung wieder voll online
US-Förderung steigt rasant
US-Raffineriekapazität steigt in Kürze wieder
Alte Industrienationen brauchen immer weniger Öl
Genug Öl am Markt

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