Unseren neuen Kommentar für den 05.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise: Charttechnik unterstützt die Ölpreise

Internationaler Markt

Überraschend schwache Konjunkturdaten aus den USA und China drückten heute erneut auf die Ölpreise. Weiterer preisdrückender Faktor war, dass Libyens Ölproduktion weiter wächst. Das Wachstum wird aber nicht uneingeschränkt bejubelt, weil die politische Lage als unsicher eingeschätzt wird. Charttechnische Unterstützungen sorgten bei der Nordsee-Sorte Brent und der nordamerikanischen Sorte WTI dafür, dass die Ölpreise nicht weiter fielen, sondern im Laufe des Abends sogar leicht anzogen. Häufig kippt der Mut der Marktteilnehmer, wenn sich eine Richtung der Kurse nach mehreren Anläufen nicht durchsetzen kann. Dann können die Märkte mit dem Einschlagen in die Gegenrichtung reagieren. Dieser Effekt war auch gestern zu beobachten. Die Heizölpreise stiegen in der Folge ebenfalls leicht an.

Der Euro spielte das Spiel mit umgekehrten Vorzeichen. Zunächst schien er von den schlechten Konjunkturdaten zu profitieren, um dann unverrichteter Dinge unter dem Einstiegskurs den Handel zu beenden. Größter Unsicherheitsfaktor ist nach wie vor die Ukraine-Krise und die Wirtschaftssanktionen der Schutzmächte EU und Russlands gegen einander. Außerdem bleibt Frankreichs Wirtschaftsentwicklung schwach und selbst das Unabhängigkeitsreferendum Schottlands sorgt für Unruhe in der EU, was sich indirekt auch auf den Wert des Euros niederschlägt. Der Euro bleibt ein Garant der Unsicherheit für günstige Heizölpreise.

Charttechnisch drohen den Ölpreisen Ungemach, denn durch die Kursverluste der letzten Zeit mehren sich die Impulse an den Börsen zuzuschlagen. Leichte Anzeichen für Kaufempfehlungen liegen bereits vor, nur reichen sie nicht, um eine Kaufwelle auszulösen. Dies könnte aber noch geschehen. In der Vergangenheit haben immer wieder automatisierte Handelssysteme für Kursgewinne und –verluste gesorgt.

Die Märkte bestätigen heute Morgen die Schlusskurse von gestern. Im Vergleich zu gestern Morgen kostet die Tonne Gasöl aktuell 832,00 Dollar . Das Barrel Rohöl wird in New York zu 92,80 Dollar und in London zu 98,02 Dollar gehandelt. Der Euro steht gegenüber dem US-Dollar bei 1,2940 Dollar .

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise bewegen sich nur wenig. Die geringe Bewegung an den Ölbörsen und an den Devisenmärkten ist hierfür verantwortlich. Die Gefahr eines schwachen Euros sehen wir zurzeit stärker als die Gefahr steigender Ölpreise. Mit etwas Glück sehen wir sogar noch niedrigere Heizölpreise.

Die deutschen Heizölkunden entscheiden sich verstärkt für den Heizölkauf zum aktuellen Heizölpreis. Sie beweisen damit ein gutes Gespür für die aktuelle Marktsituation. Besser kann es kaum laufen, wenn zum Start der Heizperiode die Preise so niedrig stehen wie jetzt. Gemäß unserem Schwarm-O-Meter für Heizöl signalisieren die Kunden mit ihrem Kaufverhalten, dass sie die Heizölpreise für sehr gut halten.

Unsere Leser sehen mehrheitlich sinkende Heizölpreise. Der Wert von 79 % ist eher durchschnittlich. Im Vorfeld des Kaufs ist der Wunsch nach niedrigen Heizölpreisen naturgemäß stark. Gestern stand der Wert noch bei 64 % deutlich tiefer. Wir schätzen den Wert als neutral ein. Die Hoffnung auf günstigere Preise wird hauptsächlich von der guten Versorgungslage und den schlechten Wirtschaftsaussichten getragen.

Das mathematische Tiefpreis-System zeigt kein Kaufsignal. Das ist absolut korrekt, weil unser mathematisches System lediglich die aktuellen Preise mit den Preisen der Vergangenheit vergleicht. Für ein positives Signal fehlt die deutliche Dynamik zu niedrigeren Heizölpreisen. Viele Kunden beurteilen die Preise sinnvollerweise im wirtschaftlichen und politischen Kontext und im Zusammenhang mit dem eigenen Heizölvorrat. Das kann unsere Mathematik nicht bieten.

Der Preistrend weist nur im kurzfristigen Bereich schwach aufwärts. Der Preis bleibt am unteren Rand und damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass wir den Trend auf Seitwärts ändern müssen. Mittelfristig ist kaum Bewegung drin. Wir halten am Abwärtstrend fest. Langfristig ist der Abwärtstrend intakt. Es bleibt festzuhalten, dass der aktuelle Heizölpreis deutlich günstiger ist als in den letzten drei Jahren.

Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein. Die prinzipiell freundliche Marktausrichtung ist kein Dauerzustand.

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