Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise: China soll Motor bleiben

Internationaler Markt

Nach dem konsolidierenden Rückgang der letzten Tage wäre es gemäß Charttechnik an der Zeit, dass die Ölnotierungen den kurzfristigen Aufwärtstrend wieder aufnehmen. Gestern wurde die Richtungsänderung erfolgreich geprobt. Mit ein paar netten Konjunkturwerten aus Europa und den USA sowie Problemmeldungen über den Irak, er ist zweitgrößter OPEC-Produzent, gab es die passende Begleitmusik dazu. Die EIA (Informationsbehörde des Energieministeriums) kam zudem mit einer Prognose zur längerfristigen Entwicklung der Energiemärkte heraus. Demnach solle die Nachfrage zwischen 2010 und 2040 um 56 Prozent steigen. Als Motoren der Angelegenheit werden China und Indien genannt. Fossile Energieträger seien auch zukünftig mit 80 Prozent an der Versorgung beteiligt. Öl spiele dabei weiterhin eine sehr prominente Rolle. Diese Wohlklänge für die Ohren der Finanzjongleure wurden postwendend in Börsengewinne gewandelt. Die Prognose kann man glauben, man muss sie aber nicht glauben. Es ist gut möglich, dass nun erstmal eine globale Nachfrageschwäche auf dem Programm steht. Die würde im Laufe des Jahres in fallenden Ölnotierungen zum Ausdruck kommen. Zunächst ist der Blick aber auf die Gegenwart und die Frage gerichtet, ob die Rückkehr zum kurzfristigen Aufwärtstrend tatsächlich gelingt.

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise haben den unteren Rand ihres kurzfristigen Aufwärtstrends erreicht und sie haben den Rückgang gedrosselt. Von den Ölbörsen kommen bereits wieder Aufstiegsvorgaben. Der Dollar hält allerdings dagegen. Der Binnenmarkt ist im Sommerloch. Er trägt nichts zum Preisgeschehen bei. Aktuell sieht es so aus, als solle der kurzfristige Aufwärtstrend bestätigt werden. Für den Jahresverlauf sind wir dennoch positiv gestimmt. Wir halten einen erneuten Preisrückgang aufgrund des guten Angebots-Nachfrage-Verhältnisses für wahrscheinlich. Es sei noch erwähnt, dass Heizöl bereits jetzt deutlich billiger ist als vor einem Jahr. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es schlau ist, sich um die Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu kümmern. Wer nicht in den zukünftigen Minderverbrauch investieren mag, könnte mit dem Kauf von Zertifikaten den CO2-Ausstoß des verfeuerten Heizöls kompensieren. Infos dazu gibt es hier.

Der Markt in Stichworten

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: EU- und US-Konjunkturdaten
EIA-Langfristprognose
Fortsetzung der lockeren Geldpolitik
Rohölbedarf soll deutlich steigen
Einige kleine Infrastrukturstörungen

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Chinas Wirtschaft scheint in die Knie zu gehen
Produktenangebot soll deutlich steigen
Alte Industrienationen brauchen immer weniger Öl
Hohes Ölangebot am Weltmarkt

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