Unseren neuen Kommentar für den 03.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise: Das ist ein gutes Niveau

Internationaler Markt

Libyen ist eine Wundertüte. Der Irak ist ein Schlachtfeld. Nigeria ist ein Pulverfass. Den Iran lässt man nicht mitspielen. Hier sind 12 Mio. Barrel Rohöl pro Tag vereint. Damit kann man 13 Prozent des Weltölverbrauchs decken. Und täglich geht es um die Frage, wie viel davon ist heute im Markt?

Libyen lässt uns und sich selbst zappeln. Die überraschenden Ankündigungen über ein Hochfahren von Produktion und Export werden mit Meldungen über neue Blockaden garniert. Zudem ist von Gefechten in und um Tripolis die Rede.

Im Irak rücken die ISIS-Truppen näher an Bagdad heran. Derweil ist das Parlament nicht in der Lage eine neue Regierung zu bilden. Befürchtungen, dass die südlichen Ölregionen gefährdet sind, gibt es derzeit aber nicht. Im Norden bringen die autonomen Kurden immer mehr Ölfelder unter ihre Kontrolle und sichern damit den Ölfluss aus der Region. Ihr Transportweg führt über den türkischen Hafen Ceyhan in die Welt.

Die Atomverhandlungen mit dem Iran kommen ungenügend voran. Bis Sonntag, dem Ablauftag der gültigen Übergangsregelung, ist eine Einigung kaum noch möglich, da zu viele komplizierte Details ungeklärt sind. Man wird eine Verlängerung der vorläufigen Vereinbarung erzielen müssen, um die Lage wenigstens stabil zu halten. Im Klartext heißt das, es wird nicht mehr Öl auf den Markt kommen, sondern bestenfalls nicht weniger.

Trotz aller Unsicherheit überwiegt derzeit das entspannte Gefühl, genug Öl im Angebot zu finden. Für die Preisentwicklung ist das so erfreulich wie erstaunlich. Sie glänzte am Freitag mit der Rücknahme der tags zuvor gestarteten Aufwärtsbewegung. In naher Zukunft wird es sicher wieder andere Momente zur Einschätzung der Marktlage geben. Momentan läuft alles auf eine Seitwärtsbewegung der Preise hinaus.

Genau so sieht der Börseneinstieg in die neue Woche heute Morgen aus. Die Tonne Gasöl kostet 883,50 Dollar . Das Barrel Rohöl wird in New York zu 100,52 Dollar und in London zu 106,58 Dollar gehandelt. Für einen Euro erhält man 1,3601 US-Dollar .

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise zappeln ein wenig auf und ab, um allem Anschein nach in einen seitlichen Verlauf überzugehen. Dabei können wir die Bilder mit den Abwärtstrends aufrecht erhalten. Im kurzfristigen Zeitbereich sind sie ohnehin nur schwach abschüssig.

Die aktuellen Preise haben im Binnenmarkt eine Kaufwelle ausgelöst. Die Lieferfähigkeit des Handels ist davon noch nicht berührt. Alles läuft gut. Selbst die kleinen Rabatte in den Preisen existieren noch. Unser Schwarm-O-Meter für Heizöl zeigt das entsprechende Käuferverhalten an. Die Preise werden von der Menge als sehr kaufenswert eingeschätzt.

Das mathematische Tiefpreis-System gibt ihnen Recht. Nun zeigen die Kaufdaumen in ganz Deutschland nach oben. Auch rechnerisch ist also alles gut. Unsere Leser halten die Lage offensichtlich für wenig verbesserbar. Sie reduzieren ihre Erwartung an eine einträgliche Preisentwicklung. Wer dennoch weiter auf tiefere Preise setzt, sollte sich des Risikos einer grenzwertigen Wette bewusst sein und das Geschehen eng verfolgen.

Der aktuelle Preisrückgang findet im Rahmen der Abwärtstrends statt. Diese sind in den verschiedenen Zeitstufen unterschiedlich steil. Der kurzfristige Trend ist nahe an einer Seitwärtsbewegung. Der längerfristige Trend macht immer noch Hoffnung auf mehr Abgang. Wie gesagt, darauf zu setzen ist eine Risikowette. Bleibt zu erwähnen, dass die aktuellen Heizölpreise deutlich unter dem Niveau der letzten drei Jahre zum gleichen Zeitpunkt liegen.

Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein. Die prinzipiell freundliche Marktausrichtung ist kein Dauerzustand.

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