Unseren neuen Kommentar für den 05.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise: Der Blick in die Glaskugel

Internationaler Markt

Die Welt wird von den USA dominiert. Ob es sich dabei um freiwillige oder unfreiwillige Unterwerfung handelt, ob die Dominanz gerechtfertigt ist oder nicht, sei dahingestellt. Die Tatsache als solche zeigt sich täglich in vielen Lebensbereichen. Aktuell wird sie uns in der Datenkommunikation vor Augen geführt. Seit vielen Jahrzehnten wissen wir um sie im Geld- und Finanzsystem und im Ölmarkt. Hier geht alle Preisbildung von den USA aus. So auch jetzt. Das Land schwimmt seit geraumer Zeit im Öl. Der Produktionsaufbau geht unverdrossen weiter bei gleichzeitig stagnierender oder sogar sinkender Nachfrage. Der Realmarkt ist definitiv bärisch. Bestimmt wird das Preisgeschehen aber nicht allein von Angebot und Nachfrage beim Öl, sondern auch vom Angebot an Geld. Und das fließt in nie dagewesenem Ausmaß Monat für Monat in die „Märkte“. Es will angelegt werden, unter anderem im Öl. Nach einem deutlichen Abgang der Notierungen für die US-Rohölsorte WTI (West Texas Intermediate) ist einige Luft aus den, im Verhältnis zum physischen Markt, aufgeblasenen Preisen entwichen, wie diese Grafik zeigt. Nach unserer Einschätzung kann der Realmarkt mehr Rückgang hergeben. Der massiv gepamperte Finanzmarkt steht allerdings dagegen. Deshalb ist zu vermuten, dass die Notierungen nun auf Seitwärtskurs schalten werden. Die weniger gut mit Menge unterfütterten Notierungen für die Rohölsorte Brent (Nordseeöl), blaue Linie in der Grafik, könnten noch etwas absacken, zumal die Lieferungen im November üppig ausfallen sollen. Gleichzeitig erwarten wir vom Dollar eine Gegenbewegung zum jüngsten Verlust.

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise hatten in den letzten Wochen einen herrlichen Abgang hingelegt. Nun werden sie vermutlich in Richtung seitwärts oder sogar kurzfristiger Anstieg umschalten. Das zumindest scheinen die Börsen für Öl und Dollar vorzugeben. Der Binnenmarkt wird, ausgelöst von einer sprunghaft gestiegenen Nachfrage, unter Anspannung gesetzt. Leichte Margenerhöhungen sind zu erwarten. Die weiteren Aussichten sehen wir dennoch vorsichtig freundlich an. Das aktuelle Preisniveau ist im Vergleich zu den letzten Jahren gut. Es wird sich vermutlich nicht nennenswert erhöhen. Die Erwartungen auf noch günstigere Preise sind mit dem Abgang weitgehend aufgezehrt. Gleichwohl kann im Verlauf des Winters noch etwas in die gute Richtung gehen. Der physische Markt gäbe es her. Wer spekulieren möchte, sollte die Preise eng verfolgen, im Internet oder mit unserer Smartphone-App. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte beherzt ordern. Der Preis ist empfehlenswert. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es schlau ist, sich um die Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu kümmern. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren e-Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

Der Markt in Stichworten

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Fortsetzung der lockeren Geldpolitik
China bleibt auf wirtschaftlichem Expansionskurs
Einige kleinere Infrastrukturstörungen

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: US-Bestandsdaten
Iran und USA reden über das Atomprogramm
Diverse Länder melden steigende Ölproduktion

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