Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise: Der Dollar macht den Preis

Internationaler Markt

Die Ölnotierungen verloren gestern an Wert. Nach dem starken Anstieg der letzten Tage bedurfte es dazu eigentlich keiner besonderen Meldung. Vielleicht waren schlechte US-Konjunkturdaten beteiligt. Im Wesentlichen handelte es sich aber um eine natürliche Entspannung einer druckvollen Börsenlage. Konsolidierung ist das richtige Wort dafür. Dieses Wort vermittelt auch, dass ein weiterer Anstieg nach kurzer Pause wahrscheinlich ist. Ölpapiere haben gerade einen bullischen Lauf, obwohl die Ware gut verfügbar und die Nachfrage relativ schleppend ist. Die Musik der Börsen spielte gestern in der Devisenabteilung, wie diese Grafik zeigt. Wir nennen die letzte Wende mal den zweiten Bernanke-Dreh. Den ersten gab es am 19. Juni. Man erkennt darin, dass die US-Notenbank (FED), vertreten durch ihren Chef Ben Bernanke, weit mehr Preisbewegung hervorrufen kann als die Realwirtschaft. Mario Draghis Einlassungen zur Eurorettung scheinen übrigens unbedeutend zu sein. Der Dollar reagierte am 4. Juli, dem Tag seines Schwurs, überhaupt nicht.

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise geben recht deutlich nach. Ein wenig Ölnotierung und sehr viel Dollarverfall ist die dazugehörige Rezeptur. Der Binnenmarkt trägt nichts zur Preisentwicklung bei. Er ist ruhig. Die Urlaubszeit breitet ihre Schatten aus. Den weiteren Verlauf der Preise sehen wir mit gemischten Gefühlen. Der physische Markt fordert zu billigerem Heizöl auf. Er hat aber nur geringen Einfluss. Die Dynamik kommt aus dem Finanzsystem und seinen Steuerhäusern. Die produzieren Geld, das generell preistreibend wirkt. Die FED wird immer mehr davon produzieren als die EZB. Das hält den Dollar tief. Die Heizölpreise profitieren davon. Aktuell kostet Heizöl im Bundesdurchschnitt übrigens weniger als vor einem und vor zwei Jahren. Diese Tatsache sollte ein bisschen über den jüngsten Preisanstieg hinwegtrösten. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es schlau ist, sich um die Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu kümmern. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren e-Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

Der Markt in Stichworten

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Es gibt kein Ende der lockeren Geldpolitik
US-Bestandsdaten
Ägypten ist ein Problemfall
Rohölbedarf soll deutlich steigen
Einige kleine Infrastrukturstörungen

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Fallender Dollar
Schlechte US-Konjunkturdaten
Chinas Wirtschaft scheint in die Knie zu gehen
Produktenangebot soll deutlich steigen
Alte Industrienationen brauchen immer weniger Öl

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