Unseren neuen Kommentar für den 10.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise: Der Euro nimmt Fahrt auf

Das Rohölüberangebot bleibt weiterhin das bestimmende Thema. Gerade weil die Rohölbestände nur leicht ansteigen, fördert dies die Vermutung, dass die Lagerkapazitäten, vor allem in den USA, immer knapper werden. Der saudische Ölminister erzeugte durch seine letzten Aussagen zusätzlich Druck und wir schauen gespannt auf die Atomverhandlungen im Iran. Analysten gehen davon aus, dass im Falle einer baldigen Einigung, spätestens in 2016, auch der Iran zum weltweiten Überangebot beiträgt. Es scheint also kein steigender Impuls in Sicht zu sein. Der Dollar verlor gestern an Wert. Diese Entwicklung führte auch bei den Ölpreisen zu einer leichten Erholung und machte das Öl für Investoren außerhalb des Dollar-Raums etwas attraktiver.

Der Euro hat nach einem verhaltenen Start am gestrigen Tage noch einen ordentlichen Schub bekommen. Mario Draghi löste diese Entwicklung mit seinen positiven Aussagen zur Konjunktur der Eurozone aus. Auch die schlechter als erwartet ausgefallenen Konjunkturerwartungen aus den USA stärkten den Euro. Die europäische Gemeinschaftswährung zeigt Erholungspotential zum Dollar. Jedoch blieb er zum Schluss leicht unterhalb seines gestrigen Tageshochs.

Heute Morgen werden die Werte von gestern bestätigt. Die Öl-Notierungen liegen leicht unter dem Niveau der Schlusskurse von gestern. Im Vergleich zu gestern Morgen ergibt sich folgendes Bild. Die Tonne Gasöl kostet aktuell 527,25 Dollar . Das Barrel Rohöl wird in New York zu 46,93 Dollar und in London zu 55,59 Dollar gehandelt. Der US-Dollar kostet 0,9143 Euro . Damit kostet der Euro 1,0938 Dollar .

Nationaler Markt
Die Heizölpreise bewegen sich deutschlandweit uneinheitlich. Sie verharren deshalb im Durchschnitt im Seitwärtstrend der 3-Monats-Ansicht der aktuellen Heizölpreis-Tendenz und bewegen sich am unteren Rand des Trendkanals.

Die Heizölverbraucher in Deutschland kaufen wieder auf dem zweithöchsten Niveau. Damit halten diejenigen, die zurzeit Heizöl benötigen, die aktuellen Heizölpreise für gute Kaufpreise. Die Hoffnungen auf tiefere Preise blieben gestern unverändert stark bei 82 Prozent. Unser Schwarm-O-Meter für Heizöl, das das Kaufverhalten der Kunden ins Verhältnis zu ihren Preisanfragen setzt, und die Lesereinschätzung zur Preisentwicklung zeigen die Lage entsprechend an.

Den Beobachtern sei gesagt, dass nun in ganz Deutschland das mathematische Tiefpreis-System einen guten Kaufmoment anzeigt. Damit ist der aktuelle Heizölpreis im Vergleich zur jüngeren Vergangenheit gut. Die Gefahr, dass man sich verspekuliert, wächst demnach.

Unser simpler Rat an alle Unentschlossenen lautet: Wenn Ihr Tank demnächst eine Füllung verlangt, sollten Sie kaufen. Seien Sie einfach mit dem gewaltigen Preissturz, von dem immer noch ein ordentlicher Anteil verblieben ist, zufrieden. Wenn Sie genügend Heizöl im Tank haben, über ein gutes Nervenkostüm verfügen, um unliebsame Preisentwicklungen zu ertragen, und den spekulativen Kick lieben, sollten Sie es riskieren, auf bessere Preise zu setzen.

Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein. Die freundliche Marktausrichtung ist kein Dauerzustand.

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