Unseren neuen Kommentar für den 04.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise: Der Seitwärtstrend ist jetzt breiter

Die Marktteilnehmer und Spekulanten erwarten auch für den heutigen Tag neue Rekordbestände in den US-Lagerbeständen. Gestern hatte bereits eines der berichtenden Institute enorme Aufbauten bei Rohöl gemeldet. Die amerikanische Ölsorte WTI verzeichnete gestern ein 6-Jahres-Tief. Die Reihe der Ölfirmen, die nun ihre Investitionen zurückfahren, reißt derzeit nicht ab. Dennoch gilt es als wahrscheinlich, dass zum Ende des Monats weiter Mengen Öl auf den Markt fließen. Dieses soll aus dem Iran kommen, sofern die Vereinbarungen über das iranische Atomprogramm eine Lockerung der Sanktionen ermöglichen. Die Aussichten für die deutschen Heizölverbraucher bleiben zumindest kurzfristig freundlich.

Ganz anders verhält es sich mit dem Euro. Der Dollar wird durch die neue Geldpolitik der amerikanischen Notenbank gestärkt. Gleichzeitig schwächt die EZB den Außenwert des Euro durch die Ankäufe von Staatsanleihen. Die Demonstrationen vor der neuen EZB-Zentrale in Frankfurt werden zunächst daran nichts ändern. Die 1,3 Mrd. Euro, die das neue Gebäude gekostet hat, spielt bei den Summen, die zurzeit bewegt werden, keine Rolle.

Heute Morgen werden die Schlusskurse bestätigt. Ohne neue Impulse bewegen sich die Notierungen nur wenig. Im Vergleich zu gestern Morgen ergibt sich folgendes Bild. Die Tonne Gasöl kostet aktuell 510,00 Dollar . Das Barrel Rohöl wird in New York zu 42,55 Dollar und in London zu 53,15 Dollar gehandelt. Der US-Dollar kostet 0,9446 Euro . Damit kostet der Euro 1,0586 Dollar .

Nationaler Markt

Die Heizölpreise sinken weiter. Wir haben den Seitwärtstrend in der 3-Monats-Ansicht der aktuellen Heizölpreis-Tendenz erweitert. Noch zeigen die Bewegungen der Ölpreise und des Euros nicht in eine eindeutige Richtung.

Die Heizölverbraucher in Deutschland kaufen auf einem mittleren Niveau. Damit halten sie die aktuellen Heizölpreise für akzeptabel. Die Hoffnungen auf tiefere Preise bleiben dennoch mit einem Wert von 89 Prozent sehr stark. Unser Schwarm-O-Meter für Heizöl, das das Kaufverhalten der Kunden ins Verhältnis zu ihren Preisanfragen setzt, und die Lesereinschätzung zur Preisentwicklung zeigen die Lage entsprechend an. Das eine spricht sich für einen akzeptablen Kaufpreis aus, das andere steht auf einem klaren Mehrheitswert für die Erwartung an fallende Heizölpreise.

Diese Beobachter sollten gewarnt sein. In immer mehr Regionen Deutschlands weist das mathematische Tiefpreis-System bereits wieder einen guten Kaufmoment aus. Damit ist der aktuelle Heizölpreis im Vergleich zur jüngeren Vergangenheit gut. Die Gefahr, dass man sich verspekuliert, wächst demnach.

Die Preistrends weisen nur in den längerfristigen Bereichen abwärts. Die Konstellation legt eine Spekulation auf fallende Ölpreise nicht unbedingt nahe, die Überversorgung des realen Markts hingegen schon. Die Heizölpreis-Entwicklung steckt in einer 50/50 Situation fest.

Unser simpler Rat an alle Unentschlossenen lautet: Wenn Ihr Tank demnächst eine Füllung verlangt, sollten Sie kaufen. Seien Sie einfach mit dem gewaltigen Preissturz, von dem immer noch ein ordentlicher Anteil verblieben ist, zufrieden. Wenn Sie genügend Heizöl im Tank haben, über ein gutes Nervenkostüm verfügen, um unliebsame Preisentwicklungen zu ertragen, und den spekulativen Kick lieben, sollten Sie es riskieren, auf bessere Preise zu setzen.

Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein. Die freundliche Marktausrichtung ist kein Dauerzustand.

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