Unseren neuen Kommentar für den 10.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise: Der Sturm vor der Ruhe

Internationaler Markt

Der Ölhandel an den Börsen geht heute bereits in den Wochenendmodus, weil in den USA morgen Thanksgiving gefeiert wird. Hungrige Finanzjongleure nehmen bis Montag ihren Jahresurlaub. Quasi mit der Schlussglocke werden die US-Bestandsdaten veröffentlicht. Sie werden mit Spannung erwartet, weil sie die gewagte bullische Festlegung der Spekulantenszene bestätigen oder widerlegen werden. Gegebenenfalls wird der Handelstag hektisch enden. Erste Werte zum Thema lassen einen überraschenden Aufbau in den Rohöllagern und einen weniger überraschenden Abbau in den Heizöllagern erahnen. Wie im Fall des Abkommens über die iranische Atompolitik vor wenigen Tagen besteht auch bei den US-Bestandsdaten die Gefahr der Fehlinterpretation. Abbauten bis zum Jahresende sind nicht zwingend ein Zeichen für eine gestresste Marktlage. Sie werden Jahr für Jahr von den Raffineriegesellschaften angestrebt, um zum Jahreswechsel ein geringes Besteuerungsvolumen in den Lagern zu halten. Ein eventueller Preisanstieg wird deshalb mit hoher Wahrscheinlichkeit nur eine vorübergehende Erscheinung sein. Unabhängig von den aktuellen Bestandszahlen kann man dem Markt derzeit eine gute Versorgungssituation testieren.

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise sind trotz der noch laufenden Handelsaktivitäten eingeschlafen. Sie bewegen sich nur marginal. Gestern lag das an gegenläufigen Notierungen für Gasöl und Dollar. Im Binnenmarkt herrscht weitgehend Ruhe. Für Leben sorgen nur einige Kunden, die durch die kühlen Temperaturen an das Thema Wintervorrat erinnert wurden. Die weiteren Aussichten schätzen wir gemischt ein. Kurzfristig kann Heizöl noch etwas teuerer werden. Mittelfristig sollten die Preise wieder gegen die 80-Cent-Marke, bei 3.000 Liter Liefermenge, tendieren. Die Spekulation auf einen besseren Kaufmoment hat eine nennenswerte Erfolgswahrscheinlichkeit. Um auf diese setzen zu können, muss eine ausreichende Restbevorratung vorliegen. Wer umgehend kaufen muss oder will, findet heute Preise vor, über die im letzten Jahr noch gejubelt worden wäre. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es schlau ist, sich um die Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu kümmern. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren e-Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

Der Markt in Stichworten

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Üble Entwicklung in Libyen
USA erwarten Kältewelle
Raffinerieausfälle in den USA
Fortsetzung der lockeren Geldpolitik
China bleibt auf wirtschaftlichem Expansionskurs

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: US-Rohölbestände sehr hoch
OPEC erhöht Angaben über Ölschiefervorkommen
Geringe US-Ölimporte
Ölangebot übertrifft Ölnachfrage

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