Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise: Die Realität nach dem Geistesblitz

Internationaler Markt

Der Syrien-Konflikt ist nicht gelöst. Das ist kein Hinweis auf den weiterhin tobenden Bürgerkrieg. Das ist die Realität in der aufgeputschten Giftgas-Angelegenheit. Die Beseitigung der Waffen ist zwar zugesagt. Die Realisierung ist indes kaum möglich. Die USA wissen lediglich, was sie wollen. Sie kennen das Wie und Wer aber nicht. Schon wird davon geredet, dass ihnen das Geschick russischer Diplomatie einen Streich gespielt hat. Finanzjongleure sehen den Zwist erneut aufflammen und preisen die Ölnotierungen wieder hoch. Libyen fällt als Lieferant auf unbestimmte Zeit aus. Dieser Umstand macht sich in den Gesamtexporten der OPEC bemerkbar. Sie sind im August gesunken. Das kann, es muss aber nicht, auf einen Mangel auf der Angebotsseite hindeuten. Um den zu testieren bedarf es größerer Sicherheit zur Nachfrage. Finanzjongleure nehmen die Ungewissheit gerne zum Spekulieren auf. Sie positionieren sich verhalten bullisch. Gute Arbeitsmarktdaten aus den USA kommen ihnen dabei gelegen. Seit Wochen legt die Markt- und Börsenbeschreibung eine explosive Preissituation nahe. Immerhin sind die Notierungen der wichtigen Rohölsorte Brent seit Juni gestiegen. Dabei liegen sie allerdings immer noch unter den Werten des vergleichbaren Vorjahreszeitraums. Dieser Umstand zeigt, dass die Versorgungslage nicht essenziell kritisch sein kann.

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise steigen. Gestern wurden sie wieder von den Ölbörsen getrieben. Der Binnenmarkt ist ruhig und ohne Preiseinfluss. Wir erwarten, dass sich das mit dem näher rückenden Herbst ändern wird. Sobald die Nachfrage anzieht, werden mehr oder weniger wahrnehmbare Preisaufschläge aus dem Binnenmarkt kommen. Selten werden diese den Einfluss der Börsen übertreffen. Die weitere Preisentwicklung ist nach wie vor chaotisch. Ein klarer Trend ist nicht zu erkennen. Wir halten seinen Kanal auf Seitwärtskurs. Darin herrscht viel Bewegungsspielraum. Lediglich weit nach oben oder nach unten schließen wir aus. Heizöl ist nach wie vor deutlich günstiger als vor zwölf Monaten. Wenn Sie ganz eng an der Preisentwicklung bleiben wollen, empfehlen wir Ihnen unsere Smartphone-App. Sie einfach schlau zu gestalten, war unser Ziel. Schauen Sie hier, ob es uns gelungen ist.

Der Markt in Stichworten

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Totalausfall Libyens als Öllieferant
Gute US-Konjunkturdaten
Fortsetzung der lockeren Geldpolitik
Kritische Stimmen zur globalen Angebotssituation
Giftgas-Krise um Syrien noch nicht endgültig beigelegt
Politische Spannungen im Nahen Osten und Nordafrika

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Militäreinsatz gegen Syrien so gut wie ausgeschlossen
China fragt wieder weniger Öl nach
Globale Rohölnachfrage soll zum Herbst sinken
Diverse Länder melden steigende Ölproduktion

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