Unseren neuen Kommentar für den 17.01.19 finden Sie hier.


Heizölpreise: Die Stimmung kippt

Internationaler Markt

Die Ölpreise sind im asiatischen Handel erneut gefallen, so dass Brent heute Morgen schwächer bei etwa 68 Dollar je Barrel startet. Im Markt macht sich das Gefühl breit, dass die Jahreshochs vorerst nicht mehr erreichbar sind.

Die sehr schwachen Aktienmärkte tragen zur schlechten Stimmung bei. Sie hatten in Asien den schlechtesten Tag seit über einem Jahr, nachdem am Freitag gemeldet wurde, dass die Löhne in den USA schneller als erwartet wachsen. Höhere Inflationsraten stehen also vor der Tür und schüren die Angst vor steigenden Zinsen. Wer sein Geld für zwei Jahre in amerikanischen Staatsanleihen anlegt, erhält dafür schon heute 2,2% pro Jahr. Davon kann der deutsche Kleinsparer nur träumen.

Höhere Zinsen verteuern jedoch den Zugang zu "Easy Money", also zum Spielgeld für die Spekulation in Aktien, Immobilien oder eben auch Rohstoffen wie Öl. Zudem könnten höhere US-Zinsen den Dollar stärken, was Rohöl, das in Dollar gehandelt wird, für andere Währungsräume ebenfalls weniger attraktiv macht.

Auch im Ölmarkt selbst mehren sich die Warnsignale: Die Zahl der aktiven Bohranlagen (Rigs) wuchs in der letzten Woche erneut um 6 Anlagen auf 765 Rigs, nachdem sie schon in der Vorwoche stark zugelegt hatte. Das ist jetzt der höchste Stand seit dem letzten Sommer. Höhere Ölpreise machen zusätzliche Bohrungen attraktiv. Einerseits haben die Schieferölfirmen höhere Einnahmen. Andererseits kommen sie leichter an Kredite, um neue Bohrungen zu finanzieren.

Neue Daten auch von der Ölspekulation: An den Ölbörsen hatte sich in den letzten Monaten eine Rekordzahl von Wetten auf steigende Ölpreise aufgebaut. In der letzten Woche wurden die ersten Chips vom Spieltisch genommen. Die Hedgefonds verkleinerten ihre Nettowetten aber nur minimal um 25 Mio. auf 1109 Mio. Barrel. Im Sommer waren es noch 400 Mio. Barrel gewesen. Das Kartenhaus bleibt also turmhoch. Jede Erschütterung könnte die Ölpreise noch weiter abstürzen lassen.

Ölpreisveteranen verweisen noch auf anderes Signal: Die Investmentbank Goldman Sachs brachte sich letzte Woche mit enorm bullischen Ölpreisprognosen in die Schlagzeilen. Das lässt bei vielen die Alarmglocken läuten, denn das Bankhaus hat in den letzten Jahren praktisch jede Preiswende verpasst.

Heute im frühen Handel fällt die US-Rohölsorte West Texas Intermediate (WTI) auf 64,99 Dollar je Barrel . Brent-Rohöl sinkt auf 68,07 US-Dollar je Barrel . Gasöl tendiert ebenfalls leichter bei 606,00 Dollar je Tonne . Der US-Dollar liegt etwas stärker bei 0,8032 Euro . Damit kostet der Euro 1,2446 Dollar . Die Pfeile zeigen die Veränderung der Preise im Vergleich zum Handelsauftakt des Vortages (Freitag).

Nationaler Markt

Die deutschen Heizölkäufer können sich freuen. Die Preise sinken erstmals in diesem Jahr deutlich unter die Marke von 60 Euro für eine Standardlieferung, wie die Heizölpreis-Tendenz zeigt. Schwache Rohölpreise und ein starker Euro wirken in dieselbe Richtung.

Der Binnenmarkt für Heizöl ist weiterhin aktiv, was an den jetzt anhaltend tiefen Temperaturen liegen könnte. Das Schwarm-O-Meter für Heizöl, das die Zahl der Käufe und Preisanfragen vergleicht, zeigt eine sehr hohe Kaufbereitschaft für die nächsten Tage. Drei Viertel der Interessenten rechnen damit, dass die Heizölpreise weiter fallen werden. Das ist nur ein durchschnittlicher Wert, denn wer mit steigenden Heizölpreisen rechnet, hat vermutlich schon gekauft.

Die Charttechnik wirkt allmählich uneinheitlich: Der kurzfristige Preischart seit Jahresbeginn zeigt jetzt einen Abwärtstrend, während die längerfristigen Charts noch immer im Aufwärtstrend sind. Geht man bis 2012 zurück, zeigt sich wiederum ein Abwärtstrend. Das charttechnische Bild hilft also nicht viel weiter.

Was tun? Die Preisdelle nutzen oder auf weiteren Preisrückgang spekulieren? Zur Beruhigung der Nerven bietet sich die Deckung des Bedarfs mit einer Teilmenge (1.000 bis 1.500 Liter) an. So bleibt die Chance erhalten, einen möglichen Preisrückgang zu nutzen, aber auch die Freiheit, auf einen weiteren Preissprung oder einen langen Winter nicht mehr reagieren zu müssen.

Um die Heizölpreisentwicklung optimal ausnutzen zu können, sollten Sie genau wissen, wie viel Platz in Ihrem Tank ist. Der esyoil e-Peilstab hilft Ihnen dabei. Mit ihm können Sie Ihren nächsten Heizölkauf noch besser planen.

Doch nichts ist billiger als eingespartes Heizöl: Entwickeln Sie verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen, um Ihre Kosten zu senken und die Umwelt zu schonen.

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