Unseren neuen Kommentar für den 05.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise: Die wilden Jahre sind vorbei

Internationaler Markt

Unter der Lupe sieht die aktuelle Preisentwicklung für Gasöl, dem Vorprodukt für Heizöl, heftig aus. Der Anstieg der letzten Tage wirkt besorgniserregend. Finanzjongleure scheinen Engpässe entdeckt zu haben. Mit dem Abstand von fünf Jahren relativiert sich das Bild. Die wilden Zeiten des unbändigen Preisanstiegs sind vorbei. Seit über zwei Jahren bewegen sich die Notierungen seitwärts. Zwar gibt es auch in dieser Phase mit plus/minus zehn Prozent nennenswerte Schwankungen. Gegenüber Preisanstiegen von jährlich 50 Prozent in der ersten Dekade dieses Jahrtausends sind sie aber gut handhabbar, zumal nun jedem Anstieg ein Abgang folgt. Ursächlich ist ein neues Verständnis über die Ölressourcen. Demnach sind die naturbedingten Knappheitsbefürchtungen bis auf weiteres ausgeräumt. Knappheit kann in den kommenden Jahren allenfalls aus menschlicher Unfähigkeit zum Frieden unter den Völkern oder Bevölkerungen sowie aus ökonomischer und ökologischer Torheit entstehen. Im Fußball würde man sagen, wir haben das Weiterkommen in der eigenen Hand. Die OPEC macht sich angesichts der tendenziell üppigen Versorgungslage bereits Gedanken, wie ein Zuviel an gefördertem Öl vermieden werden kann. Ihre Vertreter werden in dieser Woche anlässlich des regelmäßigen Treffens hart über Einschränkungen diskutieren. Man wird versuchen, dem Irak, der seit Jahren ohne Quotenzwang agieren darf, die Zwangsjacke anzuziehen.

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise geben ein wenig nach. Sie bleiben ihrem mittelfristigen Abwärtstrend treu. Zählbares kommt in diesen Tagen allerdings nicht heraus. Weder von den Börsen noch aus dem Binnenmarkt gab es starke Vorgaben. Die Börsen steckten im Loch eines verlängerten US-Wochenendes. Der Binnenmarkt sieht sich einer schwachen Nachfrage ausgesetzt. Die weiteren Aussichten sind in naher Zukunft schwammig. Die Preise können noch etwas steigen. Mittelfristig dürfte sich aber wieder Entspannung durchsetzen. Wer darauf spekulieren will, sollte die Entwicklung eng verfolgen, im PC oder mit unserer Smartphone-App. Wer wegen eines knappen Tankvorrats bestellen muss, hat keinen Grund, sich zu ärgern. Heizöl ist billiger als vor 12 und vor 24 Monaten. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es schlau ist, sich um die Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu kümmern. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren e-Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

Der Markt in Stichworten

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: China bleibt auf wirtschaftlichem Expansionskurs
Niedrigste US-Heizölvorräte
Raffinerieausfälle in den USA
US-Nachfrage gestiegen
Fortsetzung der lockeren Geldpolitik

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: OPEC-Exporte sollen steigen
Rohölangebot übertrifft Rohölnachfrage
US-Rohölbestände sehr hoch
Geringe US-Ölimporte

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