Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise: Dijsselbloem schießt Eurokurs ab

Internationaler Markt

Mit einer unbedarften Äußerung bringt der niederländische Finanzminister und Eurogruppen-Chef Dijsselbloem den Euro in Schwierigkeiten. Er nannte die für Zypern gefundenen Ansätze, insbesondere die Zerschlagung der Banken und die Beteiligung von deren Kunden am Rettungspaket als beispielhaft. Damit stellte sich für alle Anleger auf der Welt sofort die Frage, warum man noch das eigene Geld, insbesondere hohe Guthaben auf Bankkonten im Euro-Raum belassen sollte, wenn doch dieses Geld nicht mehr sicher ist. Da muss man die deutschen Vertreter doch mal loben. Sie lügen möglicherweise wie frisch gedrucktes Geld, aber sie betonen immer wieder, dass es keine Generallösung für den gesamten Euro-Raum gibt und dass die Spareinlagen sicher seien. Dem deutschen Heizölverbraucher hat Herr Dijsselbloem jedenfalls einen Bärendienst erwiesen. Die erfolgreiche zumindest zeitweilige Abwendung der Zahlungsunfähigkeit Zyperns war bereits mit einem kleinen Anstieg am Freitag im Euro-Kurs eingepreist und dieser wurde vor der Äußerung noch bestärkt. Die Verunsicherung danach wurde sodann zum Anlass genommen, gemachte Gewinne einzustreichen, sodass der Euro wieder verlor.

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise steigen an. Auch das Wechselspiel zwischen Dollar und Ölpreis, das häufig nach dem Muster - Dollar rauf, Ölpreis runter – funktioniert, reichte nicht mehr aus. Der Euro-Kursverlust war einfach zu stark. Dies zeigt mal wieder eindrucksvoll, wie schnell und wie leicht die Kurse zurzeit beeinflusst werden. Wobei man hier nicht von einem willentlichen Akt sprechen kann, denn die Eurogruppe ließ die Äußerungen von Dijsselbloem umgehend dementieren. Es scheint so, als ob lediglich den unbedachten Äußerungen von Politikern geglaubt wird. Kurzfristig verlässt die Preisentwicklung nun den Abwärtstrend. Rechnerisch haben wir einen guten Kaufmoment erreicht. Wer jetzt kauft, hat zumindest in Relation zur Vergangenheit einen guten Preis erwischt. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es schlau ist, sich um die Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu kümmern. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren e-Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

Der Markt in Stichworten

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: FED sieht Gelddrucken nach wie vor positiv
China wächst weiterhin
EIA sieht Nachfrage derzeit größer als das Angebot
Spannungen in Nordafrika, Nahost und Nordkorea

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US-Förderung steigt deutlich
Alte Industrienationen brauchen immer weniger Öl
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US-Raffineriekapazität steigt in Kürze wieder

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