Unseren neuen Kommentar für den 02.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise: Draghi

Internationaler Markt

An den Ölbörsen wurde gestern wenig gehandelt und kaum Gewinn gemacht. Die US-Amerikaner fehlten, weil sie ihren Unabhängigkeitstag feierten. Das gab anderen Landsmännern die Gelegenheit, ihren Markteinschätzungen Gehör zu verschaffen. Aus Asien kommen kritische Stimmen zur Sinnfälligkeit des jüngsten Preisanstiegs. Sie erwarten eine Gegenreaktion aufgrund der üppigen Versorgungslage. Der Impulsgeber des Tages, Mario Draghi (Chef der EZB), hinterließ wenig Eindruck an den Ölbörsen, dafür umso mehr an den Aktien- und Devisenmärkten. Unternehmenstitel und der Dollar schnellten nach der erneuten Eurogarantie aufwärts. Im Fall der Aktien ist das wenig plausibel, weil kein Ende der Rezession in Europa absehbar ist. Die unbegrenzt zu druckenden Draghi-Euros werden nur die Banken, aber nicht das produzierende Gewerbe erreichen. Warum sollten sie auch? Die Völker würden ohnehin nicht ausschweifend konsumieren können. Dass der Wert des Euros durch seine beliebige Vervielfachung verfällt, ist hingegen äußerst plausibel. Besonders ärgerlich ist die Nebenwirkung der perspektivlosen EZB-Politik. Sie setzt die FED (US-Notenbank) unter Druck, weiterhin Geld zu drucken, damit der Dollar nicht zu teuer wird. Dadurch wird noch mehr Geld in Ölpapiere fließen. Die Kräfte des physischen Markts habe kaum noch eine Chance zu wirken.

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise steigen weiter. Abermals werden sie von den Öl- und den Devisenbörsen getrieben, wobei der Dollar nun die bestimmende Kraft ist. Der Binnenmarkt ist als Impulsgeber nicht dabei. Er ist entspannt, aber mancherorts mit ungewöhnlich langen Lieferzeiten unterlegt. Die weitere Entwicklung der Preise wird immer besorgniserregender. Das zeigt sich an den Preischarts und in der Geldpolitik. Der Trend für die kurzfristige Preisentwicklung ist mittlerweile klar bullisch. Der mittelfristige Abwärtstrend ist an seiner oberen Kanalgrenze angekommen. Es droht ein Ausbruch. Ursächlich für das Ärgernis ist die vollumfängliche Ausrichtung der Notenbanken an den Belangen der Finanzindustrie. Hinter allen Hilfsbekundungen steht eine bedingungslose Unterstützung ihrer Interessen. Das hat üble Auswirkungen auf die Heizölpreise. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es schlau ist, sich um die Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu kümmern. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren e-Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

Der Markt in Stichworten

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: EZB gibt unbegrenzt Geld für den Euro aus
New Yorker Notenbankchef dementiert Ende der lockeren Geldpolitik
US-Bestandsdaten
Gute US-Arbeitsmarktdaten
Rohölbedarf soll deutlich steigen
Einige kleine Infrastrukturstörungen

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Chinas Wirtschaft scheint in die Knie zu gehen
Produktenangebot soll deutlich steigen
Alte Industrienationen brauchen immer weniger Öl
OPEC, EIA und IEA Monatsberichte

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