Unseren neuen Kommentar für den 03.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise: Es gibt durchweg genug Öl

Internationaler Markt

Die spezialisierten Dienste haben einige Meldungen zum Ölmarktgeschehen im Programm. Wirklich preisrelevant ist keine davon. Eine erste Information zu den US-Beständen kommt etwas bullisch daher. Klarheit gibt es heute Nachmittag, wenn die kompletten Daten vorliegen. Libyen lässt die Wiederinbetriebnahme einer Raffinerie und eines Terminals verlauten. Wenn überhaupt wird darüber nun eine homöopathische Öldosis geliefert. Die US-Pipeline, die das überversorgte Rohöllager in Cushing, Oklahoma mit den Verarbeitungsanlagen im Süden verbinden soll, wird Ende Januar in Betrieb gehen. Die USA werden ihre Produktenexporte dann weiter steigern können. Die bisher erfolgreichen Atomverhandlungen mit dem Iran werden durch ein paar neue Sanktionsakte der USA gestört. Alle Seiten betonen aber, den Erfolg der Gespräche zu suchen. Französische Raffineure bekommen seit einigen Tagen die Streiklust ihrer Arbeiterschaft zu spüren. Es geht ums liebe Geld. In einigen Betrieben ist das Personal bereits zufriedengestellt. Dort wird wieder Öl gekocht. In anderen Betrieben wird noch verhandelt. Die Vertreter werden die Sache sicher bald ohne großen Schaden beenden. Für Spannung könnte der für heute Abend erwartete Ausgang der Offenmarktgespräche unter den US-Notenbankern sorgen. Sie befinden über die weitere Geldpolitik. Wenn sie sich bewegen sollten, das heißt, die Geschwindigkeit der Geldproduktion drosseln würden, fiele das Börsenmikado in sich zusammen. Sie werden sich nicht bewegen. Insofern ist Spannung nur scheinbar gegeben. Fazit: Es ist durchweg genug Öl im Markt. Verbraucher erlebten in den letzten Jahren ganz andere Situationen. Die aktuellen sind ziemlich freundlich.

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise geben wieder nach. Gestern waren die Ölbörsen der Motor des Geschehens. Der Binnenmarkt ist nach wie vor ruhig und ohne Preiseinfluss. Die Lage veranlasst uns, den kurzfristigen Trend wieder auf abwärts zu stellen. Das heißt nicht, dass Heizöl heute oder morgen noch billiger wird. Das heißt aber, dass es binnen weniger Wochen eher billiger als teurer sein wird. Wer darauf spekuliert, ist gut beraten, die Preise eng zu verfolgen, am PC und/oder mit dem Smartphone. Wer Heizöl dringend benötigt, kann beherzt kaufen. Der Preis ist bereits jetzt im Vergleich zu den beiden Vorjahren gut. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es schlau ist, sich um die Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu kümmern. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren e-Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

Der Markt in Stichworten

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Libysches Öl kommt allenfalls tropfenweise zurück in den Markt
Konjunkturaufhellung in den USA
US-Bestandsdaten bullisch erwartet
China bleibt auf wirtschaftlichem Expansionskurs

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Rohölangebot übertrifft Rohölnachfrage
Saudi Arabien befürchtet erhebliches Überangebot
Ölproduktenangebot der USA hoch
Geringe US-Ölimporte
Weitere Steigerung der US-Exporte erwartet

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