Unseren neuen Kommentar für den 06.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise: Es kommt Druck auf

Internationaler Markt

Die IEA (Internationale Energie Agentur) lieferte als letzte der drei großen Institutionen Monatszahlen und Prognosen zum physischen Ölmarkt. Sie weisen die gleiche Tendenz auf wie die Daten von EIA (US-Energieministerium) und OPEC (Organisation Öl exportierender Staaten). Das Fazit des Berichts lautet: Es wird noch mehr Druck auf den Ölpreis geben. Das Angebot soll bis 2018 stärker als die Nachfrage steigen. Die Reservekapazitäten sollen bis 2015 bereits auf acht Prozent der globalen Ölnachfrage anwachsen. Zum Vergleich, in 2004 betrugen sie lediglich ein Prozent. In diesem Jahr soll das Produktenangebot kräftig steigen, weil die Raffinerieverfügbarkeit nicht zuletzt wegen des hohen Rohölangebots ungewöhnlich stark zulegen wird. Der Finanzszene wird es zunehmend schwerer fallen, die über ein gutes Jahrzehnt geübte Praxis „Gewinn aus knappem Öl“ zu verkaufen. Das üppig sprudelnde Geld von den Notenbanken droht beim Öl schnell zur verlustreichen Investition zu werden.

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise geben etwas nach. Sie kriechen mit dem kurz- und mittelfristigen Abwärtstrend. Der Binnenmarkt gibt Verbrauchern keinen Anlass zur Klage. Die aktuellen Zahlen zum Ölmarkt trüben die eigentlich gute Gewinnlaune der Finanzjongleure. Aus fundamentaler Sicht muss Heizöl in den kommenden Monaten billiger werden. Massen von Spekulationsvermögen geben der Preisbildung aber eine starke psychologische Spielkomponente, die das Angebots-Nachfrage-Verhältnis überlagert. Deshalb ist auf die reine Ölmarktbetrachtung als Grundlage zur Preiseinschätzung kein Verlass. Ich bin gleichwohl optimistisch, dass die Heizölpreise weiterhin einen freundlichen Lauf zeigen werden. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es schlau ist, sich um die Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu kümmern. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren e-Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

Der Markt in Stichworten

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: EZB macht Geld locker
FED sieht Gelddrucken nach wie vor positiv
Einige kleine Infrastrukturstörungen
China wächst weiterhin
Spannungen in Nordafrika, Nahost und Nordkorea

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: US- und Nordseeförderungen steigen
Saudi Arabien will Förderkapazitäten ausbauen
Sehr viel Öl am Markt
EIA-, OPEC- und IEA-Monatsberichte
Alte Industrienationen brauchen immer weniger Öl

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